VG-Wort Pixel

Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser Deutschland ist dafür, die USA enhalten sich


Der Beschluss, sauberes Wasser zum Menschenrecht zu erklären, stieß bei den UN-Mitglieder auf weitgehende Einmütigkeit. 41 Länder enthielten sich allerdings der Stimme - unter anderem auch die USA.

Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Die UN-Vollversammlung verabschiedete am Mittwoch eine entsprechende Resolution mit 122 zu null Stimmen. Allerdings enthielten sich 41 Länder der Stimme, darunter die Vereinigten Staaten und einige andere westliche Länder. Zustimmung kam unter anderem aus Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen. Der Anspruch auf sauberes Wasser ist völkerrechtlich jedoch nicht verbindlich.

In der von Bolivien vorgelegten Resolution äußerte sich die aus 192 Mitgliedsstaaten bestehende Vollversammlung besorgt darüber, dass geschätzte 884 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Mehr als 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Der bolivianische UN-Botschafter erklärte, jährlich mehr als 3,5 Millionen Todesfälle weltweit seien auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen.

Zahlreiche westliche Länder wie die USA gaben keine Stimme ab. US-Diplomat John Sammis erklärte vor der Vollversammlung, das Recht auf Wasser und Zugang zu sanitären Anlagen, so wie es die Resolution beschreibe, lasse das vorhandene internationale Recht außer Acht.

Mit der Verabschiedung der Resolution sind die Mitgliedsstaaten und UN-Organisationen dazu aufgefordert, die ärmeren Länder dabei zu unterstützen, sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen für alle Menschen zur Verfügung zu stellen.

Die Vereinten Nationen hatten es sich im Rahmen ihrer Millennium-Entwicklungsziele zur Aufgabe gesetzt, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser bis 2015 zu halbieren.

APN APN

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker