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Navy-Seals-Einsatz: Schüsse auf bin Laden als Wahlkampfmunition

Wie starb Osama bin Laden? Über den Einsatz gegen den Terrorchef erscheinen Bücher, die mehr zu Fiktion als zu Fakten neigen. Auch das Weiße Haus mischt bei der Legendenbildung mit.

Von Martin Knobbe, Tampa

Die US-Republikaner sind auf ihrem Parteitag in Tampa gerade genug mit sich selbst beschäftigt. Wie kommt Mitt Romneys Rede beim Volk an? Wird er die triumphale Wirkung seines Vize Paul Ryan übertreffen können? Da beschäftigt die Frage, wie Osama bin Laden nun wirklich starb, die Delegierten nur am Rande. Ganz anders als die Medien und Blogs des Landes, die dafür umso eifriger berichten. Manche Schilderung allerdings driftet ab ins Reich der Fantasie.

Ein neues Buch macht gerade Schlagzeilen, nicht weil es unbedingt revolutionäre Neuigkeiten enthält, sondern weil manche Medien die raren Vorabauszüge falsch interpretierten: So wurde sogar spekuliert, ob sich Osama bin Laden selbst umgebracht habe, bevor die Elitesoldaten der Navy Seals am 1. Mai vergangenen Jahres in sein Versteck im dritten Stock eines Hauses im pakistanischen Abbottabad eindrangen. In Wahrheit gibt es dafür keinen einzigen Hinweis.

"Blut und Teile des Gehirns flossen aus dem Schädel"

Das Buch "No Easy Day" (Kein einfacher Tag) wird in den USA am 11. September erscheinen, zum elften Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center in New York. Dank der breiten Berichterstattung ist es bei Amazon schon auf Platz eins der Bestellungen gewandert. Geschrieben hat das Werk ein Mann, der offenbar weiß, wovon er spricht: Matt Bissonnette war einer der Seals, die bei der so genannten "Operation Geronimo" als erste in das Haus eindrangen und den meist gesuchten Terroristen schließlich töteten. Er hat das Buch unter dem Pseudonym Mark Owen verfasst, der US-Nachrichtensender Fox News aber offenbarte kürzlich seine wahre Identität.

Für Aufregung sorgte die Schilderung Bissonnettes, wie er und seine Kameraden bin Laden aufgefunden hatten. Er habe "tödlich verletzt" auf dem Boden gelegen, "Blut und Teile des Gehirns flossen aus dem Schädel". Manche Journalisten spekulierten nun, ob sich bin Laden womöglich selbst erschossen habe. Das widerspricht allerdings einer anderen Beobachtung aus dem Buch, wonach der Terrorchef unbewaffnet gewesen sei. Dieses Detail wiederum steht tatsächlich im Gegensatz zur offiziellen Lesart des Einsatzes. Bislang hieß es nämlich, bin Laden sei im Feuergefecht mit den eindringenden Soldaten getötet worden. Haben die Soldaten also auf einen wehrlosen Terrorfürsten geschossen? Taugt das zum Skandal? Und ist es gar eine Gefahr für den um die Wiederwahl kämpfenden Präsidenten?

Haben sich die Männer dem Befehl widersetzt?

An der Glaubwürdigkeit Bisonettes gibt es wenig Zweifel. Allzu detailliert beschreibt er den Zugriff, als dass alles erfunden sein könnte. Er sei dem ersten Soldaten über eine Treppe in einen dunklen Gang gefolgt, schreibt Bissonnette laut der "Huffington Post", der das Buch angeblich bereits vorliegt. "Wir waren weniger als fünf Stufen vom Ende der Treppe entfernt, als ich zwei unterdrückte Schüsse hörte BOP. BOP. Ich konnte von meiner Position nicht sehen, ob die Schüsse ihr Ziel getroffen haben. Der Mann verschwand in dem schwarzen Raum." In dem Zimmer hätten die Soldaten bin Laden wenig später schwer verwundet aufgefunden und mehrere Schüsse auf seinen Körper abgefeuert. Eine Frau und ein Mädchen, die in dem Zimmer waren, hätten ihnen die Identität des Toten bestätigt.

Tatsächlich hatten die Elitesoldaten die Anweisung, bin Laden nur dann zu erschießen, wenn dieser sich wehre, andernfalls sei er festzunehmen. Auch davon berichtet Bisonette. Haben sich die Männer also dem Befehl widersetzt?

"Hätten sie sich unbedroht gefühlt, hätten sie ihn gefangen genommen", sagte Kevin Maurer, der Co-Autor des Buches, der Nachrichtenagentur AP. "Als sie aber auf das Gelände eingedrungen waren und sich auf den Weg in den dritten Stock gemacht haben, sind sie bewaffneten Männern begegnet, die sie dazu zwangen, ihre Waffen zu benutzen." Auch mehrere Militärexperten bescheinigen den Navy Seals, völlig richtig gehandelt zu haben. Bin Laden hätte genug Zeit gehabt, sich zu bewaffnen. Die Lage in dem dunklen Haus sei zudem unübersichtlich gewesen. Das Pentagon nimmt zu dem Buch erst gar keine Stellung. Es prüft gerade, ob in dem Manuskript geheime Informationen stehen und es deshalb rechtlich gegen den Autor vorgehen wird.

Hillary Clinton setzte sich gegen Obama-Berater durch

Ein anderer Autor gibt in diesen Tagen vor, Neuigkeiten über die "Operation Geronimo" direkt aus dem Weißen Haus zu haben. Richard Miniter behauptet in seinem Buch "Leading from behind" (Führung aus dem Hintergrund), dass eine enge Freundin und Beraterin Präsident Barack Obama dreimal davon abgehalten habe, die Operation gegen bin Laden in Pakistan durchzuführen. Letztlich sei es Außenministerin Hillary Clinton gewesen, die Obama dazu gedrängt habe. Das Buch, darin sind sich die meisten Kenner einig, ist vor allem eines: politische Propaganda. Es sei ein "Haufen voller Schwachsinn", schreibt Peter Bergen, der Terrorexperte für CNN, der selbst ein Buch über den Einsatz der Navy Seals geschrieben hat. In einem Online-Beitrag zerlegt jeden von Miniters Vorwürfen mit Fakten.

Es ist Wahlkampf in den USA, das zeigt die überhitzte Debatte um die Details einer Antiterror-Operation, die in ähnlicher Form fast schon tagtäglich stattfindet, wenn Kill Teams und bewaffnete Drohnen weltweit Terrorverdächtige töten und sich bislang niemand groß darüber aufregt. Natürlich hatte die Operation Geronimo besondere Symbolkraft: War Barack Obama doch gelungen, worum sich sein Vorgänger George W. Bush vergeblich bemüht hatte: Das Ausschalten des größten Feindes der USA. Der Präsident erschien plötzlich entschlossener, härter und schlicht besser im Antiterror-Kampf als Bush.

Weißes Haus 'lässt' Osama-Einsatz verfilmen

Daher wissen auch Obamas Strategen, wie gut sich "Geronimo" für den Wahlkampf einsetzen lässt. Das Weiße Haus, das Verteidigungsministerium und die CIA arbeiten seit Monaten intensiv mit zwei Filmemachern aus Hollywood zusammen, die den Tod bin Ladens in einem Heldepos auf die Leinwand bringen wollen. Wie das konservative Portal "Judicial Watch" anhand von internen E-Mails nachweist, bekommen der Drehbuchautor und die Regisseurin dafür Zugang zu höchsten Kreisen in Ministerium, Militär und Geheimdienst. "Ich weiß, wir favorisieren niemanden", wird eine CIA-Sprecherin zitiert. "Aber es ist sinnvoll, aufs Gewinnerpferd zu setzen." Und ein anderer Behördenvertreter schrieb den Filmemachern: "Ihr glaubt nicht, wie aufgeregt wir alle sind (im Verteidigungsministerium und bei der CIA) über dieses Projekt."

Der Film soll noch im Oktober fertig werden. Rechtzeitig vor der Wahl.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.