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Proteste in Bahrain: Demonstrant stirbt an seinen Verletzungen

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ist am Montag im Golfstaat Bahrain ein Mensch getötet worden, mindestens 20 wurden verletzt. Nach den Unruhen in mehreren arabischen Ländern hatten Oppositionelle über das Internet zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen.

In Folge der gewaltsamen Auflösung regierungskritischer Proteste im Golfstaat Bahrain ist ein Demonstrant gestorben. Der Mann sei den Verletzungen erlegen, die er am Montagabend bei der Auflösung einer Demonstration im Dorf Dija östlich der Hauptstadt Manama durch die Polizei erlitten habe, berichteten Augenzeugen am Dienstag. Das Innenministerium in Manama bestätigte in einer Erklärung, dass ein Demonstrant gestorben sei. Eine Untersuchung solle nun klären, ob die Sicherheitskräfte den Tod durch einen nicht gerechtfertigten Einsatz von Waffen verursacht hätten.

Die Polizei hatte am Montag in mehreren schiitischen Dörfern hunderte regierungskritische Demonstranten mit Tränengas auseinandergetrieben. Die Demonstranten waren für politische und soziale Reformen auf die Straße gegangen und waren damit dem Vorbild der Opposition in Tunesien und Ägypten gefolgt.

In Bahrain leben überwiegend Schiiten, der kleine Golfstaat wird aber von einer sunnitischen Herrscherdynastie geführt. In den 1990er Jahren kam es immer wieder zu Unruhen. 2001 wurde daraufhin die Wiedereinsetzung des 1975 aufgelösten Parlaments beschlossen, Bahrain wurde zu einer konstitutionellen Monarchie.

AFP/DPA / DPA