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Regierungskrise in Italien Lega-Nord-Chef Bossi fordert Neuwahlen


Für Umberto Bossi führt kein Weg mehr an Neuwahlen vorbei. Ungeachtet einer anberaumten Vertrauensfrage im italienischen Parlament hat der Lega Nord-Vorsitzende am Sonntag einen neuen Urnengang gefordert.

Angesichts des Zerwürfnisses in der italienischen Regierung hat sich der wichtigste Koalitionspartner von Ministerpräsident Silvio Berlusconi für vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen. Dies sei der einzige Weg, um die politische Krise zu beenden, zitierten mehrere Zeitungen am Sonntag den Vorsitzenden der rechtsgerichteten Lega Nord, Umberto Bossi.

Nach einem lange schwelenden Konflikt war es im vergangenen Monat zum innerparteilichen Zerwürfnis zwischen Berlusconi und Parlamentspräsident Gianfranco Fini gekommen. Fini wandte sich daraufhin mit mehreren Abgeordneten und Senatoren vom Regierungschef ab, dessen Regierung dadurch die Parlamentsmehrheit wegbrach.

Am Wochenende eskalierte der Streit: Berlusconi setzte der Gruppe um Fini die Pistole auf die Brust und drohte Neuwahlen im Dezember an, sollte sie sich nicht hinter ein Fünf-Punkte-Programm von ihm stellen. Finis Lager entgegnete, es lasse sich kein Ultimatum stellen. Berlusconi sagte daraufhin in einer Audiobotschaft an Anhänger, seine Partei müsse für alle Eventualitäten gewappnet sein, auch für kurzfristig angesetzte Wahlen.

Reuters/AFP Reuters

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