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Syrien Abschuss eines syrischen Jets: Moskau geht auf Konfrontation mit den USA

US-Luftwaffe
Ein F-18-Kampfjet der US-Luftwaffe (Symbolbild)
© Jon Gambrell/DPA
Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch ein US-Flugzeug geht Russland auf Konfrontation. Der Kommunikationskanal zwischen russischem und amerikanischem Militär zur Vermeidung von Zwischenfällen über Syrien wurde gekappt.

Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die US-Luftwaffe hat Russland eine Vereinbarung mit den USA ausgesetzt, mit der Zusammenstöße im syrischen Luftraum vermieden werden sollen. Das russische Verteidigungsministerium warf den USA vor, Moskau nicht vorab über den Luftangriff informiert zu haben. Daher "beende" Moskau ab sofort die Sicherheits-Zusammenarbeit.

Die US-Kommandoführung müsse den Vorfall "sorgfältig" untersuchen, forderte das russische Verteidigungsministerium. Es kündigte ferner an, dass "alle Flugobjekte, einschließlich Flugzeuge und Drohnen der internationalen Koalition", die westlich des Euphrat-Flusses entdeckt würden, von der russischen Flugabwehr und Luftwaffe verfolgt und als "Ziele" betrachtet würden. Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow verurteilte den Abschuss als "Akt der Aggression".

Russland setzte Sicherheits-Vereinbarung bereits im April aus

Der syrische Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-22 war am Sonntag bei Gefechten um Al-Rakka in Nordsyrien - Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) - getroffen worden. Das Flugzeug habe zuvor Bomben in der Nähe von Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Militär mit. Zum Abschalten des Kommunikationskanals mit den Russen wollte sich ein Sprecher der US-geführten Koalition zunächst nicht äußern.

Die SDF sind mit der internationalen Koalition verbündet, die in Syrien und dem Irak gegen die Terrormiliz Islamischen Staat kämpft. Nach syrischen Angaben hatte die Su-22 nur IS-Stellungen angegriffen. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Bereits im April hatte Russland die Sicherheits-Vereinbarung mit den USA ausgesetzt. Damals reagierte der Kreml auf einen US-Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt. Trotz der russischen Ankündigung wurde jedoch weiter über die sogenannte Sicherheits-Hotline kommuniziert.

ivi AFP DPA

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