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Britische Top-Scheidungsanwältin: "Wären May und Kollegen Anwälte in meiner Kanzlei, würde ich sie feuern"

Versteht noch jemand das Brexit-Chaos? Großbritanniens führende Scheidungsanwältin tut es offenbar. Denn sie erkennt darin alles, was für eine schmerzliche Trennung typisch ist - und geht mit den Politikern in einem FAS-Interview hart ins Gericht.

Brexit - Theresa May und Jean-Claude Juncker in Brüssel

Szenen einer Scheidung: Die britische Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Straßburg.

Getty Images

Ayesha Vardag kennt sich mit Scheidungen allerbestens aus. So gut, dass sie den Beinamen "Diva of Divorce" verpasst bekommen hat. Anders gesagt: Die 51-Jährige ist Großbritanniens beste und wohl auch bestbezahlte Scheidungsanwältin. Und als Expertin für schmerzliche Trennungen gehört sie zu den wenigen Menschen, die das britische Brexit-Chaos einigermaßen verstehen. Denn: "Die Ereignisse der vergangenen Woche ähneln sehr den einzelnen Phasen einer Scheidung."

Würden sich zwei Parteien entscheiden, ihre Ehe zu beenden, weil sie sich nicht mehr lieben, dann seien sie sich ihrer Haltung in aller Regel noch nicht zu 100 Prozent sicher, erläutert Vardag in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (Bezahl-Inhalt). Schließlich habe es eine gemeinsame Zeit gegeben und es gebe meist Dinge, die man immer noch am anderen schätze. Sobald aber die Entscheidung stehe, gehe es erst richtig los mit den Fragen: Habe ich das Richtige getan? Werde ich den Kürzeren ziehen? Finde ich neue aufregende Partner?

Brexit - "ein absolutes Fiasko"

"London ist wie ein Ehefrau, die sich nicht ganz sicher ist, ob sie ihren Mann verlassen will", überträgt Vardag im Interview die Situation auf den Brexit. "Alle wollen einen guten Deal, den sie bisher aber nicht bekommen haben. Da kommt Panik auf." Zumal der EU-Austritt von "einem Haufen inkompetenter Politiker abgewickelt" werde.

Die Brexit-Lage bezeichnet die Scheidungsexpertin als "absolutes Fiasko". "Unsere Politiker sind nicht fähig, so einen komplexen Deal auszuhandeln. Sie sind die schrecklichsten Scheidungsanwälte, die man haben kann", so Ayesha Vardag. An anderer Stelle des Gesprächs betont sie: "Wären Theresa May und ihre Kollegen Anwälte in meiner Kanzlei, würde ich sie feuern."

"Deutschland unser letzter verbliebener Freund"

Die Schuld am Brexit-Chaos will die Juristin aber nicht alleine der Premierministerin und der politischen Kaste Großbritanniens geben. Auch die EU habe ihren Anteil. "Wenn die Kommission nur etwas freundlicher wäre und den Briten zeigen würde, dass sie immer noch willkommen sind (...)", sinniert Vardag. Man solle die Wirkung von Sätzen wie "Okay, das hat nicht so gut geklappt, aber wir lieben euch, also bitte kommt zurück" nicht unterschätzen. So aber werde vor allem der Stolz der Briten geweckt, die nun ohne große Angst davon ausgehen, "dass wir das alles schon irgendwie hinbekommen, weil wir es in der Vergangenheit immer geschafft haben."

Es sei auch die Arroganz aus Brüssel, die den Brexit-Prozess behindere, glaubt Vardag. Damit meine sie vor allem die EU-Kommission, weniger die Mitgliedsländer der Union. "Deutschland zum Beispiel", sagt die Scheidungsanwältin, "scheint momentan unser letzter verbliebener Freund zu sein".

Absolut möglich, Freunde zu bleiben

Tröstendes weiß die Juristin aus ihrer Erfahrung allerdings auch zu berichten. "Wenn man sich zivilisiert und höflich verhält und gemeinsam an einer Lösung arbeitet, bleiben Ex-Ehepartner oft befreundet", sagt Vardag. Das sei vor allem wichtig für die kommende Generation, die erleben sollte, dass man kooperativ handelt und Brücken baut. Das könne auch nach dem Brexit funktionieren. Die Anwältin selbst fühlt sich übrigens selbst "sehr europäisch. Ich habe ein Haus in Italien, spreche Italienisch, Spanisch und Französisch." 

Brüssel habe in vielerlei Hinsicht versagt, urteilt Vardag. "Doch egal, ob wir bleiben oder austreten, wir sollten weiterhin zusammenarbeiten, denn das ist das Beste für jeden von uns."

Quellen: "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Vardags.com"


dho
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(