Schweiz zahlt 1,5 Millionen Dollar Geschäftsmann Max Göldi hat Libyen verlassen

Das lange Leiden des Schweizers Max Göldi in Libyen ist zu Ende. Der Geschäftsmann, der in einen diplomatischen Schlagabtausch zwischen beiden Staaten geraten war, konnte in der Nacht zum Montag das nordafrikanische Land verlassen - fast zwei Jahre nach seiner Festnahme wegen angeblicher Verstöße gegen die Aufenthaltsbestimmungen.

Der fast zwei Jahre lang in Libyen festgehaltene Schweizer Geschäftsmann ist wieder zu Hause. Max Göldi kehrte in der Nacht zum Montag in seine Heimat zurück und landete in Begleitung von Außenministerin Micheline Calmy-Rey auf dem Flughafen Zürich-Kloten, wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtete. Göldi war zusammen mit einem Landsmann in einen diplomatischen Schlagabtausch zwischen beiden Staaten geraten. Er wurde am Donnerstag auf freien Fuß gesetzt, der andere Schweizer kam bereits im Februar frei.

Die beiden Männer waren wegen angeblicher Verstöße gegen Visa-Vorschriften und illegaler Einreise verurteilt worden, nachdem die Schweizer Polizei im Jahr 2008 einen Sohn von Revolutionsführer Muammar al Gaddafi, Hannibal Gaddafi, und dessen Frau festgenommen hatte. Libyen zog außerdem Investitionen aus der Schweiz ab.

Göldi verließ Libyen am Sonntag und flog nach einem Zwischenstopp in Tunis weiter in die Schweiz. Das libysche Außenministerium erklärte am Sonntag, die Schweiz habe 1,5 Millionen Dollar (1,23 Millionen Euro) Entschädigung dafür bezahlt, dass Hannibal Gaddafi bei seiner Festnahme schlecht behandelt worden sei. Ein Abkommen zwischen beiden Staaten sieht unter anderem eine Untersuchung zur Veröffentlichung von Fotos des Gaddafi-Sohns und die Einrichtung eines Schiedsgerichts in Deutschland vor.

APN/DPA DPA

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