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Selbstmordanschlag in Afghanistan: Angriff auf das Vertrauen

Die Ermittlungen nach dem Attentat auf hochrangige afghanische Politiker und deutsche Isaf-Offiziere wirft die Frage auf, wie weit die Isaf den lokalen Sicherheitsbehörden noch trauen kann.

Abdul Jabar Taqwa trat am Sonntag mit Verbänden an den Händen und im Gesicht vor die Medien. Er ist der Provinzgouverneur von Tachar. Der Provinz, in der am Sonnabend mindestens zwei Selbstmordattentäter einen Anschlag auf das Gouverneursgebäude verübten, sieben Menschen töteten und zwölf verletzten. Unter den Toten befinden sich hochrangige afghanische Politiker und der Polizeichef, unter den Verletzten erstmals ein General der Isaf: der deutsche Zwei-Sterne-General Markus Kneip.

Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, wie es zu dem Anschlag auf den schwer gesicherten Amtssitz habe kommen können. Vom Ergebnis könnte abhängen, wie weit ausländische Soldaten ihren angeblichen Partnern - nämlich den afghanischen Sicherheitskräften - überhaupt noch vertrauen können. Der Auftraggeber ist zwar klar: die Taliban. Deren Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, einer ihrer Selbstmordattentäter habe den Anschlag auf das Treffen in der Provinzhauptstadt Talokan verübt.

Doch der Anschlag hatte eine neue Dimension: Nie zuvor ist es den Taliban gelungen, einen General aus Deutschland oder einer anderen Isaf-Nation zu treffen. Isaf-Kommandeure werden schwer geschützt. Und es stellt sich den Ermittlern nun die Frage, wie die Attentäter so dicht an die Führungsspitze herankommen konnten. Eine Vermutung ist, dass sie Hilfe aus den Kreisen der afghanischen Sicherheitskräfte hatten. Insofern ist das Ausmaß der Folgen des aktuellen Anschlags für die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft und der afghanischen Regierung um Sicherheit und Stabilität im Land noch gar nicht abzusehen.

Der Kommandeur der afghanischen Armee für die Nordregion, General Salmai Wesa, sagte am Sonntag: "Unsere ersten Informationen deuten darauf hin, dass der Attentäter eine Uniform der Sicherheitskräfte trug." Der Sprecher der Polizei für die Nordregion, Lal Mohammad Ahmadsai, sagte, dass möglicherweise der Sprengstoff bereits im Gebäude versteckt gewesen sei.

Taliban mit neuer Taktik: Führungskräfte im Visier

Aus der Sicht der Taliban dürfte der Anschlag zu ihren größten Erfolgen ihrer geändert Taktik zählen: weniger Scharmützel mit ausländischen Truppen oder Anschläge auf Polizeirekruten, sondern von langer Hand vorbereitete präzise Anschläge auf die Führungsspitzen des Landes. Unter den sieben Toten von Sonnabend befinden sich unter anderem der Polizeikommandeur für den Norden des Landes, Daud Daud, sowie der Polizeichef der Provinz Tachar, Schah Dschahan Nuri. Daud Daud gilt als Schlüsselfigur in der jüngeren afghanischen Geschichte und war unter anderem ehemaliger stellvertretender Innenminister. Er ist das hochrangigste afghanische Anschlagsopfer überhaupt.

Verletzt wurden der Gouverneur Taqwa und der deutsche Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, General Markus Kneip. Er kommandiert seit fünf Jahren das Regionalkommando Nord der Isaf. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes vor fast zehn Jahren ist Kneip das Opfer mit dem höchsten militärischen Rang der internationalen Truppen bei einem Anschlag. Nie zuvor wurde ein General bei einem Attentat am Hindukusch verletzt oder getötet.

Bei dem Sptzentreffen am Sitz des Gouverneurs wurden Sicherheitsfragen der Provinz besprochen. Tachar galt bisher als ruhig. Jedenfalls bis vor ein paar Wochen. Mitte Mai war es am Bundeswehrlager in Talokan zu schweren Ausschreitungen gekommen. Deutsche Soldaten hatten daraufhin gezielt auf Angreifer geschossen. Dabei waren elf Afghanen getötet worden, nach Angaben der Bundeswehr allerdings nicht von deutschen Soldaten sondern von einheimischen Wachleuten.

"Gerade nach den Demonstrationen der letzten Tage sollte neues Vertrauen gestiftet werden", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit Blick auf Proteste gegen die Nato-Truppen nach dem Vorfall. "Den Weg der Partnerschaft wollen solche Attentäter zerstören." Das werde aber nicht gelingen. De Maizière bezeichnete die Attentäter als "kriminelle Mörder und politische Verbrecher am Friedens- und Entwicklungsprozess in Afghanistan". Es spreche einiges dafür, dass nicht Deutschland und auch nicht der deutsche Kommandeur das Ziel dieses Anschlags sei, sagte er am Sonntag am Rande einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit".

Westerwelle: Abzug steht fest

General Kneip liege im Feldlazarett im Bundeswehr-Camp Marmal in Masar-i-Scharif. Ihm gehe es den Umständen entsprechend ganz gut, sagte de Maizière. Eine Soldatin sei dagegen "wirklich sehr schwer verletzt". "Da wissen wir nicht, wie es im einzelnen ausgeht." De Maizière sprach von "bitteren Stunden vor allem für die Angehörigen und Freunde der gefallenen Soldaten".

Kneip will Regionalkommandeur der internationalen Schutztruppe Isaf bleiben. "Ich bin Kommandeur hier im Norden Afghanistans und werde gemeinsam mit meinen Soldaten diesen Auftrag weiter ausführen", sagte er am Sonntag "Bild.de". Ziel sei es, gemeinsam mit den afghanischen Partnern Frieden und Sicherheit in dieses Land zu bringen. "Das erwarten die Menschen hier von uns, nach 30 Jahren Krieg. Wir werden diese Erwartung erfüllen. Dafür stehe ich persönlich ein."

Die beiden beim Anschlag getöteten deutschen Soldaten kamen aus Rheinland-Pfalz und aus Niedersachsen. "Bei den Gefallenen handelt es sich um einen 43-jährigen Major aus dem Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun und einen 31-jährigen Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover", teilte die Bundeswehr am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Mit dem Anschlag stieg die Zahl der in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten auf 50. Von ihnen starben 32 bei Gefechten oder Anschlägen.

Trotz des neuen Anschlags in Afghanistan will die Bundesregierung an ihrer bisherigen Strategie festhalten. Außenminister Guido Westerwelle bekräftigte am Sonntag bei einem Besuch im Golfstaat Oman, dass die afghanischen Sicherheitskräfte innerhalb der nächsten Wochen die Verantwortung in ersten Provinzen übernehmen sollen. Gegen Ende des Jahres soll dann wie geplant der Abzug der ersten deutschen Soldaten beginnen.

hlue/DPA/AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(