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US-Militärpräsenz Nato stellt sich hinter Obamas Afghanistan-Pläne


Die Nato begrüßt die Absicht von US-Präsident Obama, auch nach Abzug der US-Kampftruppen zum Jahresende fast 10.000 Soldaten in Afghanistan zu lassen. Trotzdem läge die Verantwortung bei den Afghanen.

"Wir begrüßen den beachtlichen Beitrag, den die USA für den von der Nato geplanten Einsatz in #link;Die Nato begrüßt den Plan von US-Präsident Obama, auch nach Abzug der US-Kampftruppen zum Jahresende fast 10.000 Soldaten in Afghanistan zu lassen.;Afghanistan# leisten wollen", sagte eine Nato-Sprecherin am Abend in Brüssel.

Die Nato stehe zu ihrer Verpflichtung, auch nach Ende des Kampfeinsatzes der Afghanistan-Schutztruppe Isaf mit Beratern und Ausbildern im Land zu bleiben, hieß es weiter. Die Regierung in Kabul müsse dazu aber das bereits ausgehandelte Abkommen über den rechtlichen Status ausländischer Soldaten unterzeichnen.

Obama will seine Mittelweg bekräftigen

Obama hatte seine Pläne einen Tag vor einer groß angekündigten außenpolitischen Rede vor der Militärakademie in West Point im Bundesstaat New York vorgestellt. Es gehe in West Point um ein "neues Kapitel der US-Außenpolitik", sagte Obama. Er wolle dabei seinen Mittelweg zwischen Isolationismus und militärischer Intervention bekräftigen, heißt es in Washington.

"Dieses Jahr bringen wir Amerikas längsten Krieg zu einem verantwortungsvollen Ende", sagte Obama in Washington. Im nächsten Jahr sollten 9800 Soldaten in Afghanistan bleiben, zu Anti-Terror-Einsätzen und zur Ausbildung afghanischer Soldaten. 2016 solle die Präsenz fast ganz abgebaut werden, nur noch wenige Soldaten sollten zum Schutz der US-Botschaft im Land bleiben.

"An der Zeit, ein neue Kapitel aufzuschlagen"

Grundsätzlich meinte Obama: "Die Amerikaner haben gelernt, dass es schwieriger ist, einen Krieg zu beenden, als einen anzufangen." Nach einem Jahrzehnt Krieg im Irak und in Afghanistan sei es nun an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Zwar sei Afghanistan kein "perfekter Ort" - die Verantwortung für das Land liege jetzt aber bei den Afghanen.

Obama sowie die Nato machten klar, die Umsetzung dieser Pläne sei von der Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens abhängig. Obama hofft, dass es nach der Wahl eines neuen afghanischen Präsidenten im Juni rasch dazu kommt.

mod/DPA DPA

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