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Staatskrise in Honduras: Mexikaner schicken Flugzeug für Manuel Zelaya

Nach der gescheiterten Wiedereinsetzung des gestürzten honduranischen Präsident Manuel Zelaya soll der Politiker möglicherweise nach Mexiko ausgeflogen werden. Ein Flieger aus Mexiko sei unterwegs, um Zelaya abzuholen, erklärte der Chef der honduranischen Luftfahrtbehörde, José Alfredo San Martín, am Mittwochabend (Ortszeit) in Tegucigalpa.

Nach der gescheiterten Wiedereinsetzung des gestürzten honduranischen Präsident Manuel Zelaya soll der Politiker möglicherweise nach Mexiko ausgeflogen werden. Ein Flieger aus Mexiko sei unterwegs, um Zelaya abzuholen, erklärte der Chef der honduranischen Luftfahrtbehörde, José Alfredo San Martín, am Mittwochabend (Ortszeit) in Tegucigalpa. Die mexikanische Regierung bestätigte, dass darüber verhandelt werde, Zelaya Asyl zu gewähren. "Dass ein Flugzeug in Tegucigalpa ankommt, bedeutet aber nicht, dass er (Zelaya) das Land verlässt", sagte ein mexikanischer Regierungsvertreter.

Zelaya selbst sagte dem venezolanischen Fernsehsender Telesur: "Ich suche in gar keinem Land Asyl." Er werde Honduras nur als Präsident des mittelamerikanischen Landes verlassen.

Der Linkspolitiker Zelaya war Ende Juni gestürzt und vom Militär außer Landes gebracht worden. Im September kehrte er heimlich nach Honduras zurück und harrt seitdem in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa aus. Beim Verlassen des Geländes droht ihm eine Verhaftung unter anderem wegen Hochverrats, Machtmissbrauchs und Missachtung der Justiz. Ende November war der konservative Politiker Porfirio "Pepe" Lobo zum neuen honduranischen Präsidenten gewählt worden. Zelayas Ansinnen, bis zum Ablauf seiner regulären Amtszeit Ende Januar wieder in das Amt eingesetzt zu werden, war vor einer Woche im Parlament gescheitert.

AFP / AFP