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Texas: Tochter starb nach Gefängnisaufenthalt: Migrantin fordert 40 Millionen Dollar von US-Behörde

Yazmin Juárez fordert von einem Gefängnis in Texas 40 Millionen Dollar Schadensersatz. Sie macht die Haftanstalt für den Tod ihrer kleinen Tochter verantwortlich. Denn während diese vorher ein "kleines gesundes Mädchen" war, sei sie nach nur 20 Tagen schwer krank gewesen.

Familie in Haftanstalt in Dilley, Texas

Eine Mutter und ihr Kind in der Familienhaftanstalt in Dilley, Texas, wo derzeit 1520 Mütter und ihre Kinder leben

Weil ihre kleine Tochter nach einem Aufenthalt in einem texanischen Gefängnis für illegale Migranten ums Leben kam, fordert eine junge Frau aus Guatemala rund 40 Millionen US-Dollar Schadensersatz von einem texanischen Gefängnis. Die 20-Jährige hält die Einrichtung für schuldig für den Tod ihres Kindes, das nur 19 Monate alt wurde. Das junge Mädchen, namentlich Mariee, und ihre Mutter Yazmin Juárez waren im März an der Grenze zu Mexiko aufgegriffen und im texanischen Dilley verhaftet worden. Nach Angaben ihres Anwalts zog sich das Mädchen in der Haftanstalt eine tödliche Atemwegsinfektion zu.

Die kleine Mariee sei als "gesundes kleines Mädchen" nach Dilley gekommen und sei 20 Tage später als "schwer krankes Kind" mit einer lebensbedrohlichen Atemwegsinfektion aus der Haftanstalt entlassen worden, schreibt der Anwalt R. Stanton Jones von der Kanzlei Arnold and Porter in seiner Anzeige vom Dienstag. Nach der Entlassung wurde das Mädchen demnach in zwei Krankenhäusern behandelt, bevor es am 10. Mai starb. 

Tatbestand fahrlässige Tötung: Mutter fordert 40 Millionen US-Dollar Schadensersatz von Behörde in Texas

Der Anwalt wirft den Verantwortlichen der Haftanstalt vor, bei der Versorgung des kranken Mädchens "versagt" und ihren "schmerzhaften Tod" verursacht zu haben. Im Namen der Mutter verlangt er wegen fahrlässiger Tötung 40 Millionen Dollar (34 Millionen Euro) Schadenersatz von der Stadt Eloy in Arizona, die für die von einer Privatfirma betriebene Haftanstalt der US-Einwanderungspolizei in Dilley zuständig ist.

Die rigide Einwanderungspolitik der US-Regierung steht derzeit vor allem wegen der Trennung von Migrantenfamilien in der Kritik. Die US-Behörden hatten in den vergangenen Monaten illegal über die Grenze gelangte Familien systematisch getrennt und die Kinder in separaten Lagern untergebracht. Nach einer Welle der Empörung stoppte Präsident Donald Trump diese Praxis im Juni. Dennoch sind viele Familien bis heute nicht wieder vereint.

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wlk / DPA