Tibet Tausend Mönche nach Festnahmen vermisst


Während der antichinesischen Unruhen im März in Tibet sind tausende Mönche festgenommen worden. Nun fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International von China Aufklärung über den Verbleib von mehr als 1000 Geistlichen - die immer noch vermisst werden.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert von China Aufklärung über das Schicksal von mehr als tausend Tibetern, die im März während der antichinesischen Unruhen in Tibet inhaftiert worden sind.

Ein Viertel der etwa 4000 Festgenommenen werde noch vermisst, erklärte die in London ansässige Organisation. Die übrigen seien entweder freigelassen oder formell unter Arrest gestellt worden. "Aus Tibet dringen nur sehr wenige Informationen nach außen", erklärte der für Asien zuständige AI-Direktor Sam Zarifi. Die AI vorliegenden Informationen zeichneten aber ein düsteres Bild von willkürlichen Inhaftierungen und Misshandlung von Häftlingen.

Bei den schweren Unruhen im März wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking kamen nach Angaben der tibetischen Exilregierung mindestens 203 Tibeter ums Leben, diese Zahl ist fast zehn Mal so hoch wie die offiziellen Angaben aus Peking.

Die olympische Fackel wird am Samstag nach Tibet getragen. Das gaben die chinesischen Organisatoren am Mittwoch bekannt, nachdem sie lange Zeit ein Geheimnis um den genauen Termin gemacht hatten. Tibet-Aktivisten haben den geplanten Stopp in der Region kritisiert, da Peking damit seine Herrschaft über die Provinz dokumentieren wolle. Es wird erwartet, dass die tibetische Hauptstadt Lhasa am Samstag unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen stehen wird.

AP AP

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