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Jagd in Mongolei Trump-Sohn erlegt seltenes Wildschaf - und bekommt Genehmigung erst nachträglich

Donald Trump Jr.
Außer in der Mongolei Wildschafe zu jagen, schreibt Trump-Sohn Donald Jr. auch manchmal Bücher wie dieses
© Angela Weiss / AFP
Das Argali-Schaf hat mächtige Hörner, ist geschützt, darf aber dennoch gejagt werden - mit Genehmigung. Die hatte Trump-Sohn Donald Jr. nicht als er das Wildschaf erlegte, sondern bekam sie unter dubiosen Umständen erst nachträglich.

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat bei einer Jagd in der Mongolei ein seltenes Wildschaf erschossen - und erst nachträglich eine Genehmigung dafür bekommen. Donald Trump Junior habe das für seine mächtigen Hörner bekannte Argali-Schaf im August erschossen, berichtet die Recherchestiftung ProPublica. Die Regierung der Mongolei habe dem 41-Jährigen dann nachträglich eine höchst seltene Genehmigung für den Abschuss erteilt.

Reglementierte Trophäenjagd ist erlaubt

Vor seiner Abreise habe Trump Jr. in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator noch Staatschef Khaltmaa Battulga getroffen, schreibt ProPublica weiter. Unklar ist demnach, um was es bei dem Gespräch ging. Präsident Trump hatte Battulga Ende Juli im Weißen Haus in Washington empfangen.

Jagd in Mongolei: Trump-Sohn erlegt seltenes Wildschaf - und bekommt Genehmigung erst nachträglich

Argalis sind die größten Wildschafe der Welt und haben beeindruckende Hörner. Sie gelten als gefährdet und sind geschützt, eine strikt reglementierte Trophäenjagd ist aber erlaubt. Laut ProPublica werden Jagdgenehmigungen in der Mongolei aber in einem "undurchsichtigen" System erteilt, das vor allem auf "Geld, Verbindungen und Politik" basiert.

Trump Jr. mit Laser-Nachtsichtgerät

Dem Bericht zufolge erschoss Trump Jr. das Wildschaf in der Nacht mit Hilfe eines Laser-Nachtsichtgeräts. Der Präsidentensohn habe seine Jagdführer dann daran gehindert, das Tier an Ort und Stelle zu zerlegen, berichtet ProPublica unter Berufung auf einen der Führer. Das Riesenschaf sei vielmehr wegtransportiert worden, um Hörner und Fell des Tieres nicht zu beschädigen. In Online-Netzwerken gab es zahlreiche wütende Reaktionen auf die Berichte über die Jagd des Präsidentensohns.

nik/AFP

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