Krieg in der Ukraine  Hunderttausende flohen in die Grenzstadt Lwiw. Skrupellose Vermieter nutzen nun die Notlage aus  

Straßenszene in Lwiw
In Lwiw leben nun 200.000 Menschen mehr als vor dem Krieg
© dpa
Viele Menschen, die in den vergangenen Wochen von überall aus der Ukraine nach Lwiw geflohen sind, wollen für immer bleiben. Wohnungen sind knapp, die Mieten schießen in die Höhe – und Vermieter setzen Menschen einfach auf die Straße.

Ihre Möbel haben Nadja Kyrpenko, 36, und ihr Mann Vitali, 40, schon vor zehn Tagen aus der zweigeschossigen Dachterrassenwohnung an der mit Kastanien bestandenen Konowaletz-Allee geräumt, ihr Hab und Gut in 60 Kartons verpackt und dann in Container verstaut. Gestern hat Nadja die Übergabe der mondänen 200-Quadtratmeter-Bleibe im Westen der ukrainischen Stadt Lwiw an die Vermieter hinter sich gebracht. "Der Wohnungseigentümer hat die Miete auf einen Schlag von umgerechnet 1000 Euro auf 2000 Euro verdoppelt. Das können wir uns nicht mehr leisten", sagt Nadja Kyrpenko.


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