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UN-Generalsekretär klagt an: Millionen Menschen in Syrien ohne dringend nötige Hilfe

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt unvermindert. Eine UN-Resolution sollte zumindest humanitäre Hilfe sichern. Doch davon kann kein Rede sein. 3,5 Millionen Menschen sind in ihrer Not auf sich gestellt.

Im Bürgerkriegsland Syrien sind fast 3,5 Millionen Menschen ohne Zugang zu dringend benötigter Hilfe. Die Menschen bräuchten unbedingt Hilfe aus dem Ausland, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch in New York. Doch auch zwei Monate nach der Verabschiedung einer Resolution des Sicherheitsrates habe sich der Zugang von Helfern zu den Notleidenden nicht verbessert. "Keine der Konfliktparteien respektiert die Forderungen des Sicherheitsrates", bilanzierte Ban in einer Stellungsnahme für das Gremium.

In seltener Einigkeit hatte der UN-Sicherheitsrat Ende Februar in einer Resolution freien Zugang für humanitäre Helfer in Syrien gefordert. Auch Russland und China, die Syriens Präsidenten Baschar al-Assad unterstützen und schon mehrfach Resolutionen blockiert hatten, stimmten dem Text zu. In ihm wurde die "sofortige Aufhebung der Belagerung" syrischer Städte sowie ein sofortiges Ende der Angriffe auf Zivilisten gefordert. Hilfsorganisationen sollten einen "raschen, sicheren und ungehinderten Zugang" zu Bedürftigen erhalten.

Ban: Resolution wird nicht umgesetzt

Von einer Umsetzung der Resolution kann laut Ban aber nicht die Rede sein. "Der humanitäre Zugang zu denen, die am meisten Hilfe in Syrien brauchen, hat sich nicht verbessert", bilanzierte Ban am Mittwoch. "Zivilisten werden nicht geschützt und die Sicherheitslage verschlechtert sich weiter." In dem Konflikt würden von beiden Seiten elementarste Menschenrechte verletzt.

Im März 2011 begann in Syrien ein Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad, der sich zu einem Bürgerkrieg entwickelte. In dem Konflikt wurden seither mehr als 150.000 Menschen getötet. Etwa neun Millionen Menschen flohen vor der Gewalt, rund 2,6 Millionen von ihnen ins Ausland.

dho/AFP / AFP