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UN-Reform: Annan will UN "vollständig renovieren"

Den Vereinten Nationen wird vorgeworfen, zu bürokratisch, schleppend und ineffektiv zu arbeiten. Nun hat Generalsekretär Kofi Annan einen äußerst kontroversen Bericht zur Modernisierung der UN vorgelegt.

Mit einer tief greifenden Reform des UN-Managements will Generalsekretär Kofi Annan die Vereinten Nationen fit für das 21. Jahrhundert machen. In einem in New York vorgestellten Bericht schlägt Annan eine Neuorganisation der Führungsebene, eine Modernisierung der Technologie im Hauptquartier und eine Reduzierung des Personals vor. Er reagiert damit auf mehrere Korruptionsfälle im Rahmen des Programms "Öl für Lebensmittel", für die mangelnde Kontrolle durch die UN verantwortlich gemacht wurde.

"So wie dieses Gebäude hier nach 56 Jahren notdürftiger Reparatur- und Wartungsarbeiten vom Erdgeschoss bis zur Spitze vollständig renoviert werden muss, so braucht unsere Organisation nun nach Jahren kleinteiliger Reformen eine strategische Neuausrichtung", sagte Annan vor der UN-Vollversammlung bei der Erläuterung des 33 Seiten umfassenden Dokuments. Nötig sei eine radikale Überarbeitung der bisherigen Strukturen, wenn die Organisation im 21. Jahrhundert erfolgreich bestehen wolle. Es gehe nicht allein um blindes Kostenkalkül, betonte er.

Umfassende Umstrukturierung

Annan appellierte vor der Vollversammlung an die 191 Mitgliedstaaten, den Vorschlägen zuzustimmen. Seit dem Ende des Kalten Krieges Anfang der 90er Jahre hätten sich die Vereinten Nationen von einer Organisation, die vornehmlich Konferenzen und Treffen veranstalte, hin zu einer globalen Organisation entwickelt, die in der ganzen Welt mit humanitärer Hilfe, friedenssichernden Maßnahmen, der Unterstützung von Wahlen und der Beobachtung der Menschenrechte befasst sei, sagte der Generalsekretär. Nach Jahrzehnten häppchenweiser Reformen sei jetzt eine umfassende Umstrukturierung notwendig. Mit den derzeitigen Strukturen sei eine effiziente Arbeit der UN nur schwer möglich.

Stellvertreter soll Annan entlasten

In seinem Bericht schlägt Annan vor, die Verantwortung für die alltäglichen Management-Entscheidungen seinem Stellvertreter zu übertragen. Damit bliebe dem Generalsekretär mehr Zeit, sich um Fragen der Diplomatie und der Politik zu kümmern. Das Amt des stellvertretenden Generalsekretärs wurde bereits 1997 geschaffen, erhielt damals jedoch praktisch keine Befugnisse. Annan verweist auf die zahlreichen Veränderungen der Vereinten Nationen in den vergangenen Jahrzehnten: So seien früher die meisten Mitarbeiter im New Yorker Hauptquartier beschäftigt gewesen, während sie heute in der ganzen Welt im Einsatz seien.

Außerdem habe sich die Zahl der Friedensmissionen seit 1998 vervierfacht. Von großer Bedeutung sei daher die Schaffung eines "wirklich mobilen internationalen zivilen Dienstes", der es nötig mache, die Anwerbung von Personal und dessen Ausbildung zu modernisieren. Annan fordert in dem Bericht die Bereitstellung von rund 280 Millionen Dollar pro Jahr, um Mitarbeiter außerhalb des Hauptquartiers besser zu bezahlen. Derzeit habe das UN-Sekretariat Schwierigkeiten, dort qualifiziertes Personal zu bekommen, hieß es.

Der Generalsekretär schlägt außerdem eine Modernisierung der UN-Informations- und Kommunikationstechnologie vor und gibt die Kosten dafür mit bis zu 120 Millionen Dollar in den kommenden Jahren an. Trotz beträchtlicher Investitionen seien die UN-Verwaltungssysteme "bruchstückhaft, veraltet und unterfinanziert".

Outsourcing ein Thema

Annan will auch den Einkauf von Waren und Dienstleistungen durch die UN in den kommenden Jahren reformieren, einen Bereich, in dem es häufig zu Korruption kam. Seit Monaten wird spekuliert, die Vereinten Nationen könnten einen Teil ihrer Arbeit durch externe Anbieter erledigen lassen, so zum Beispiel die Übersetzungen im Hauptquartier. In dem Bericht tauchen keine konkreten Vorschläge zu diesem Thema auf. Annan will jedoch, dass die Vollversammlung bestehende Vorschriften lockert, damit ein solches Outsourcing zumindest in Erwägung gezogen werden kann.

Nach offiziellen Angaben ist Annan für insgesamt mehr als 17.000 Mitarbeiter verantwortlich, davon 4200 Angestellte am Hauptsitz in New York. Der Hauptsitz beherbergt die Generalversammlung, den Sicherheitsrat und den Wirtschafts- und Sozialrat. Allein der Umzug der umfangreichen Übersetzungsabteilung aus New York würde dem Bericht zufolge beispielsweise jährlich 35 Millionen Dollar einsparen. In Frage kämen asiatische Länder, verlautete aus UN-Kreisen. China hat bereits Interesse bekundet.

Vor den Einsparungen kommen hohe Kosten

Trotz einiger Einsparungen rechnen Diplomaten infolge der Investitionen zunächst mit Kosten von rund 500 Millionen Dollar. Allein die Kosten für Abfindungen werden auf rund 100 Millionen Dollar geschätzt.

Beim UN-Gipfel im September hatten Staatschefs aus aller Welt Annan um einen Bericht zur Umstrukturierung gebeten. Zu den größten Geldgebern der Organisation zählen die USA, Japan und die Staaten der Europäischen Union.

AP/Reuters/DPA / AP / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(