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Unruhen in Ägypten Führung hält weiter an Wahltermin fest

Trotz der Unruhen hält die ägyptische Regierung an den für Montag angesetzten Wahlen im Land fest. Währenddessen entspannt sich die Lage in Kairo nach einer Vereinbarung zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

In Ägypten soll trotz der Unruhen das neue Parlament wie geplant ab Montag gewählt werden. "Die Wahl wird nicht verschoben. Das ist das letzte Wort", sagte General Mamduh Schahin vom herrschenden Militärrat am Donnerstag in Kairo. Auch Wahlleiter Abdel Moes Ibrahim versicherte, der Termin werde eingehalten. Er sei bereit, die Abstimmung unter allen Umständen über die Bühne gehen zu lassen. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo, wo bei Straßenschlachten 39 Demonstranten getötet worden waren, entspannte sich nach einer Vereinbarung zwischen Protestierern und Sicherheitskräften die Lage.

General Schahin und Wahlleiter Ibrahim widersprachen einem Bericht des Fernsehsenders Al-Dschasira, dem zufolge Innenminister Mansur Essaui die Verschiebung der Wahl erwägt. Der Sender gab keine Quellen für seine Informationen an.

Erstmals seit Tagen entspannte sich die Lage in Kairo etwas. In der Nacht zu Donnerstag kamen die seit Samstag andauernden Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten zum Erliegen. Zuvor hatten sich die Demonstranten mit der Polizei darauf geeinigt, ihre Proteste auf den zentralen Tahrir-Platz zu beschränken. Dort verharrten auch am Donnerstag Tausende, die gegen den gewaltsamen Tod von fast 40 Demonstranten protestierten und einen schnellen Übergang zu einer zivilen Regierung im Land forderten.

General Mochtar al-Mullah erklärte, die Streitkräfte respektierten die Haltung der Demonstranten. Sie repräsentierten jedoch nicht das ganze Ägypten. Mullah äußerte die Hoffnung, noch vor Beginn der ab Montag geplanten Parlamentswahl eine neue Regierung präsentieren zu können. Das Kabinett von Ministerpräsident Essam Scharaf war Anfang der Woche zurückgetreten.

Wegen der Unruhen verlegte die Arabische Liga, die ihren Sitz am Tahrir-Platz hat, ihr Treffen zur Lage in Syrien in einen Kairoer Vorort.

roh/Reuters Reuters

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