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Panne oder Hackerangriff? US-Außenministerium gibt vorzeitiges Ausscheiden Trumps aus dem Amt bekannt

Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump
Für Donald Trump endet die Amtszeit offiziell am 20. Januar
© Evan Vucci / DPA
Die Webseite des US-Außenministerium sorgte am Montag für Verwirrung: Dort wurde versehentlich das vorzeitige Ausscheiden von Präsident Donald Trump aus dem Amt bekanntgegeben. 

Das US-Außenministerium hat am Montag versehentlich das vorzeitige Ausscheiden von Präsident Donald Trump aus dem Amt bekannt gegeben. "Die Amtszeit von Donald J. Trump ging am 11. Januar 2021 (..) zu Ende", hieß es auf der Website des Ministeriums in biografischen Angaben zu dem abgewählten Präsidenten. Die Falschangabe stand dort aber nur kurze Zeit. Die Seite mit der Trump-Biografie wurde dann heruntergenommen, Nutzer bekamen folgende technische Fehlermeldung: "Es tut uns leid, diese Seite hat derzeit technische Schwierigkeiten. Bitte versuchen Sie es in ein paar Augenblicken erneut."

Auch auf der Seite von Vizepräsident Mike Pence wurde kurzzeitig das Ende seiner Amtszeit verkündet. Es war unklar, ob die Falschangaben aus einer bloßen technischen Panne oder einem Hackerangriff resultierte.

Ein Screenshot von web.archive.org zeigt: Donald Trumps Amtszeit wurde für beendet erklärt
Für kurze Zeit hieß es auf der Webseite des US-Außenministeriums, dass die Amtszeit von Donald Trump Geschichte sei
© web.archive.org

Laut Nachrichtenportal "Buzzfeed News" soll ein verärgerter Mitarbeiter für die kurzzeitige Löschung verantwortlich gewesen sein. Außenminister Mike Pompeo soll dem Bericht nach eine interne Untersuchung der Angelegenheit angeordnet haben, beginnend mit Praktikanten und Mitarbeitern, die das State Department in dieser und der nächsten Woche vor dem Übergang zur Biden-Administration verlassen.

Donald Trumps Amtszeit endet am 20. Januar

Trumps Amtszeit endet offiziell am 20. Januar um 12 Uhr mittags, dann wird sein Nachfolger Joe Biden vereidigt. Allerdings gibt es nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch aufgebrachte Anhänger am vergangenen Mittwoch Bestrebungen im US-Kongress, Trump vorzeitig aus dem Amt zu entfernen. Die Demokraten brachten am Montag einen entsprechenden Resolutionsentwurf ein. Schon am Mittwoch will sich das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus mit dem sogenannten Impeachment des 74-Jährigen befassen.

Jedoch gibt es dazu auch warnende Stimmen. Befürchtet wird, dass Trump sich als Opfer eines Rachefeldzugs darstellen könnte – und es ihm gelingt, die Reihen der Republikaner wieder hinter sich zu schließen. Auch für Biden könnte ein Impeachment gegen Trump zum Problem werden. Nicht nur will der künftige Präsident das Kapitel Trump rasch schließen und das gespaltene Land versöhnen. Der Demokrat ist darüber hinaus auf den Senat angewiesen, um seine Minister im Amt zu bestätigen und wichtige Gesetze zu verabschieden, etwa neue Corona-Hilfen. Ein Impeachment-Prozess würde die Kongresskammer aber auf unbestimmte Zeit binden.

Quellen: AFP, CNN

jek AFP

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