VG-Wort Pixel

US-Wahl 2020 "Covfefe", "Drecksloch-Länder" und Corona: Donald Trumps Amtszeit in Zitaten

Sehen Sie im Video: US-Wahl 2020 – Donald Trumps Amtszeit in Zitaten.






US-Präsident Donald Trump polarisiert wie kaum ein anderer Amtsinhaber vor ihm. Wir blicken zurück auf vier Jahre Trump und zeigen seine wichtigsten Aussagen und Zitate.


„America first, America first“
„From this moment on, it’s going to be America first.“ Bei seiner Antrittsrede zur Amtseinführung im Januar 2017 macht Donald Trump klar, wofür die nächsten vier Jahre stehen werden. Trump setzt auf eine große nationale Handlungsfreiheit und die Durchsetzung US-amerikanischer Interessen. Dafür löst er die USA aus internationalen Verpflichtungen und Verträgen, wie etwa dem Pariser Klimaschutzabkommen. Und er verhängt Strafzöllen gegenüber Mexiko, China und der Europäischen Union.


Trump verspricht mit „America First“ auch wirtschaftlichen Aufschwung. Mit Hilfe der Republikanischen Mehrheit kann er 2017 eine umfassende Reform des Steuersystems umsetzen. Das Gesetz ist das größte Paket an Steuererleichterungen, das jemals verabschiedet wurde. Jedoch vor allem für Unternehmen und ökonomisch-bessergestellte Schichten.


"Despite the constant negative press covfefe"
Trump twittert diese kryptische Nachricht am 31. Mai 2017. Vermutlich beschwert er sich über die kritische und negative Berichterstattung zu seiner Person und wollte eigentlich „coverage“ (Berichterstattung) statt „covfefe“ schreiben. Doch die Netzgemeinde rätselt munter weiter.


Der „covfefe“-Tweet steht stellvertretend für Trumps Kommunikationsweise. Er sucht den direkten Kontakt über die sozialen Netzwerke und teilt seine weltpolitische Sicht der Dinge direkt mit. Press Briefings im Weißen Haus werden damit fast verzichtbar. Trumps Aussagen auf Twitter haben sogar Auswirkungen auf die Börsenmärkte.


“I’m the least racist person in the room”
Beim zweiten TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden wird der amtierende US-Präsident nach seinen bisherigen Aussagen und dem Hass-Klima gegenüber Schwarzen und Randgruppen befragt.


Wie so oft, weist Trump jegliche Schuld von sich. Seit Beginn seiner Präsidentschaft ist Donald Trump jedoch immer wieder durch rassistische und politisch unkorrekte Formulierungen aufgefallen. 2018 habe Trump zum Beispiel in einem Treffen mit Senatoren gefragt, warum die USA Menschen aus „Drecksloch-Ländern“ aufnehmen sollten. Gemeint waren Einwanderer aus Afrika und Haiti.


Immer wieder spielt Trump die tödliche Polizeigewalt, wie etwa beim Tod von George Floyd, herunter. Floyds Tod sei "schrecklich" gewesen, aber es würden in den USA "mehr Weiße" von der Polizei getötet als Schwarze, sagt Trump in einem Gespräch mit dem Sender CBS.


“Don’t be afraid of Covid. Don’t let it dominate your life”
Ende September infiziert sich der US-Präsident mit Covid-19. Nach einigen Tagen im Krankenhaus wendet er sich bei seiner Entlassung an seine Follower. Sie sollen keine Angst vor Corona haben oder ihr Leben vom Virus dominieren lassen.


Vielen Amerikanern dürfte diese Aussage wie blanker Hohn vorkommen. Bislang sind mehr als 230.000 Menschen in den USA an oder mit dem Virus gestorben.


Bereits im Februar soll der US-Präsident laut eines Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward informiert gewesen sein, dass das Virus sich über Luft überträgt. Dennoch spielt Trump das Virus immer wieder herunter. Absichtlich, wie er später zugibt, um keine Panik auszulösen.
Trump übersteht die eigene Covid-19-Infektion dem Anschein nach gut, kehrt nach drei Nächten im Krankenhaus ins Weiße Haus zurück und nimmt den Wahlkampf wieder auf. Kritiker halten den Zeitpunkt für verfrüht, weil er nicht genesen sei. Ob ihm das den entscheidenden Vorsprung verschafft hat, wird sich zeigen.
Mehr
US-Präsident Donald Trump polarisiert wie kein anderer Amtsinhaber vor ihm. Wir blicken zurück auf vier Jahre Trump und zeigen seine wichtigsten Aussagen und Zitate.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker