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US-Wahl 2020: Zweite Vorwahl im US-Präsidentschaftsrennen: Hier verfolgen Sie die Ergebnisse

Im US-Präsidentschaftsrennen wird weiter ausgesiebt. Nach der zweiten Vorwahl in New Hampshire könnte sich das Bewerberfeld der Demokraten weiter eingrenzen lassen. Die aktuellen Ergebnisse im Überblick.

Nach der ersten Vorwahl der Demokraten auf Rang eins und zwei: Pete Buttigieg (r.) und Bernie Sanders

Nach der ersten Vorwahl der Demokraten auf Rang eins und zwei: Pete Buttigieg (r.) und Bernie Sanders

AFP

Die Bewerber um die US-Präsidentschaft nehmen bei der Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire eine weitere Etappe. Im Rennen der Demokraten ging der linke Senator Bernie Sanders Umfragen zufolge als Favorit in die zweite Vorwahl, die den ganzen Dienstag lang andauerte. Dicht auf den Fersen dürfte ihm im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire der gemäßigte frühere Bürgermeister Pete Buttigieg folgen. Er hatte in der vergangenen Woche bei der ersten Abstimmung im Bundesstaat Iowa überraschend gut abgeschnitten. Erste Ergebnisse wurden nach der Schließung der letzten Wahllokale erwartet - nach deutscher Zeit erst in der Nacht auf Mittwoch. 

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Auch die Plätze drei und vier sind hart umkämpft, denn Kandidaten, die schlechter abschneiden, könnte der nötige Schwung ausgehen, weiter im Rennen zu bleiben. Der moderate Ex-Vizepräsident Joe Biden, der in landesweiten Umfragen lange als Favorit galt, hat seine Anhänger bereits vor einem schlechten Abschneiden gewarnt. In Iowa war er nur auf einen enttäuschenden vierten Platz gekommen. Die linke Senatorin Elizabeth Warren und ihre gemäßigten Amtskollegin Amy Klobuchar haben Umfragen zufolge ebenfalls Chancen auf die Plätze drei und vier. 

"Wir erleben gerade ein Momentum und befinden uns in einer großartigen Position", sagte Buttigieg am Dienstag dem Sender CNN. Der 38-Jährige warb am Wahltag wie andere seiner Konkurrenten in New Hampshire noch um Stimmen. Bei den Republikanern gelten die Vorwahlen als Formsache: Präsident Donald Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. 

Sender: Sanders gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in New Hampshire

Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders hat laut US-Sendern die Präsidentschaftsvorwahl der oppositionellen Demokraten im Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Dies ergaben Hochrechnungen der Sender ABC und NBC auf der Basis der Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmen. Sanders lag in diesen Auszählungsergebnissen bei 26 Prozent, gefolgt von den moderat-pragmatischen Bewerbern Pete Buttigieg bei rund 24 Prozent) und Amy Klobuchar mit etwa 20 Prozent.

Pete Buttigieg nach erster Vorwahl vorn

Die erste Vorwahl der Demokraten in Iowa war von einer technischen Panne bei der Übermittlung von Ergebnissen überschattet worden. Nach letztem Stand setzte sich Buttigieg mit dem hauchdünnen Vorsprung gegen Sanders durch. Weil die Ergebnisse einiger Wahlbezirke aber überprüft werden sollten, stand ein endgültiges Ergebnis noch aus. Ein ähnliches Debakel wird in New Hampshire nicht erwartet, da die Vorwahl dort wie eine normale Wahl mit Stimmzetteln abläuft. 

Pete Buttigieg spricht bei einem Wahlkampfauftritt in New Hampshire.

Die Favoriten in New Hampshire gingen einander zuletzt heftig an: Der bekennende "demokratische Sozialist" Sanders (78) kritisiert, dass Buttigiegs Kampagne Spenden von Milliardären erhält. Der 38-jährige Ex-Bürgermeister wiederum wirft Sanders vor, unrealistische Programme vorzuschlagen, die nicht finanzierbar seien. Der offen homosexuelle Buttigieg stellt sich als am besten geeignet dar, Wähler der Mitte zu gewinnen, um Trump zu besiegen. Ex-Vizepräsident Biden (77) wiederum, der Buttigieg die gemäßigten Wähler streitig machen will, kritisiert den früheren Rathauschef aus der Stadt South Bend als unerfahren. 

Sanders kann einem Durchschnitt von Umfragen zufolge auf fast 29 Prozent der Stimmen hoffen, Buttigieg auf rund 21 Prozent. Dieser könnte seinen Stimmanteil aber verbessern durch sein gutes Abschneiden in Iowa, das von den Umfragen nur begrenzt berücksichtigt ist. Biden, Warren und Klobuchar können demnach nur auf etwa 11 Prozent hoffen. 

In New Hampshire werden 24 Delegiertenstimmen vergeben

Bei den Vorwahlen in New Hampshire werden nur 24 Delegiertenstimmen vergeben, die beim entscheidenden Nominierungsparteitag im Sommer zum Tragen kommen. Um sich die Präsidentschaftskandidatur der Partei zu sichern, muss ein Bewerber fast 2000 Stimmen gewinnen. Die Bedeutung der Abstimmung liegt daher vor allem in ihrer Signalwirkung zu Beginn des langen Vorwahlkampfs: Ein gutes Abschneiden kann Kandidaten wichtigen Rückenwind geben, eine Niederlage kann dazu führen, dass die Parteispenden zurückgehen und Bewerber aufgeben müssen. Die erste große Entscheidung, bei der es um Hunderte Delegiertenstimmen gehen wird, steht am 3. März an. Am sogenannten "Super Tuesday" wird in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten abgestimmt werden.

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Die Vorwahlen ziehen sich dann noch bis Juni hin. Anschließend küren beide Parteien ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell. Die Präsidentenwahl ist für den 3. November angesetzt.

In einer landesweiten Umfrage der Universität Quinnipiac vom Montag lag Sanders mit 25 Prozent Zustimmung in Führung gefolgt von Biden (17 Prozent). Der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg, der in Iowa und New Hampshire gar nicht antrat, setzte seinen Vormarsch weiter fort und kam mit 15 Prozent auf den dritten Platz. Bloomberg konzentriert sich auf eine Kandidatur in den größeren Bundesstaaten, die bedeutend mehr Delegiertenstimmen vergeben.

DPA