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Verkehrschaos in Athen: Griechische Taxifahrer streiken gegen Branchenöffnung

Bislang regelte eine strenge Quote den Berufsstand der Taxifahrer in Griechenland. Doch nun fordert die EU eine Öffnung der Branche. Die bisherigen Unternehmer fürchten um ihre Existenz - und traten am Mittwochmorgen in den Streik.

Die Streiks in Griechenland gegen die Sparpolitik der Regierung gehen weiter. Am Mittwoch legten Angestellte öffentlicher Verkehrsbetriebe in Athen die Arbeit nieder. Zudem streikten die Mitarbeiter der Kommunen und Beamte des Finanzministeriums. Auch die Taxibetriebe starteten am Morgen einen 48-stündigen landesweiten Streik. In Athen kam es zu einem Verkehrschaos. Tausende versuchten, mit dem eigenen Wagen zur Arbeit zu kommen.

Die Streik wenden sich gegen drohende Entlassungen im öffentlichen Dienst. Die Beamten des Finanzministeriums protestieren gegen drohende Gehaltskürzungen. Bislang verdienen sie fast doppelt so viel wie Kollegen in anderen Ministerien. Auch die Finanzämter blieben geschlossen.

Die Taxiunternehmer protestierten gegen die Öffnung der Branche. Bislang sind die Taxi-Lizenzen auf etwa 14 000 für Athen und insgesamt etwa 30 000 für ganz Griechenland begrenzt. Eine Lizenz kostete noch vor kurzer Zeit bis zu 150 000 Euro. Mit der von der EU geforderten Öffnung des Berufsstandes kann jeder, der beruflich fahren darf, eine Taxilizenz für etwa 3000 Euro erwerben.

jwi/DPA / DPA
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