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Volker Münchow Der Mann, der Lindner reizte, spricht über seinen Zwischenruf


Volker Münchow lieferte FDP-Chef Christian Lindner mit einem hämischen Zwischenruf eine Steilvorlage, die der mit einer Wutrede konterte. Nun äußert sich der Düsseldorfer SPD-Fraktionschef erstmals.

Es war nur ein hämischer Zwischenruf. Einer, wie er ständig in Parlamentsdebatten fällt. Doch Volker Münchows Kommentar während einer Rede von Christian Lindner war für den FDP-Chef eine willkommene Steilvorlage, die er für einen zweieinhalbminütigen Wutausbrauch nutzte und im dem Satz endete: "Das hat Spaß gemacht." Das Video von Lindners Abrechnung mit selbstgefälligen Staatsbedientesten, die über Unternehmergeist lästern, ging am Montag in allen Medien durch die Decke. Nur Münchow selbst, der Auslöser des Minidramas schwieg bislang.

Nun hat sich der 55-jährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag dazu geäußert. In dürren Worten sagte er in der "Rheinischen Post", dass er dazu eigentlich nichts sagen wolle. "Das ist eigentlich eine Lappalie. So einen Zwischenruf habe ich bei Lindner schon 25 Mal gemacht", so der Abgeordnete. Einzig den Vorwurf Lindners, Sozialdemokraten wie Münchow würden ohnehin nichts anderen kennen als eine gesicherte Anstellung beim Staat, kritisiert er harsch: "Das ist ein Witz und das weiß auch jeder, der meine Biographie gelesen hat". Er habe nie im öffentlichen Dienst gearbeitet, hat sich aber in den vergangenen Jahren auf die Politik konzentriert. Genau wie Lindner sei er in den vergangenen Jahren also Berufspolitiker gewesen.

Münchow sitzt seit 2012 im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Zuvor war er jahrelang Vize-Bürgermeister von Velbert. Begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften als Vertriebsleiter bei einem norwegischen Schloss- und Safehersteller. Neben seiner Leidenschaft Fortuna Düsseldorf engagiert er sich offenbar auch für den Velberter Boxclub.

nik

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