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"Blondine in Schokolade": Putins Gegenkandidatin: Wie die Wahl das Portemonnaie von Xenia Sobtschak füllt

Bei den Wahlen konnte Xenia Sobtschak als Gegenkandidatin zu Putin nur 1,67 Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen. Doch finanziell zahlt sich ihre Kandidatur für das Präsidentenamt aus - trotz des Scheiterns.

Xenia Sobtschak gibt ihre Stimme am Wahltag ab

Xenia Sobtschak gibt ihre Stimme am Wahltag ab

AFP

Als "Blondine in Schokolade" ist Xenia Sobtschak in die Geschichte des russischen Trash-TVs eingegangen. Seit einigen Jahren versucht sich das It-Girl aber in der Politik. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte ihre politische Karriere bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen. Als liberale Oppositionelle ging sie in den Wahlkampf. Auch wenn sie sich von dem Verdacht, lediglich eine Marionette des Kremls zu sein, nie befreien konnte, griff sie die Putin-Regierung so scharf wie kein anderer Gegenkandidat an. 

Mit ihrer Kandidatur scheiterte Sobtschak aber grandios. Nur 1,67 Prozent der Wähler stimmten für sie. Aber zum Glück für Sobtschak hat sie ihr erstes Standbein nie aufgegeben. It-Girl und Politikerin in ein und derselben Person - in Russland nicht unbedingt ein Widerspruch. Im Fernsehen ist die ehemalige Moderatorin nach wie vor ein gern gesehener Gast. Mit skandalösen Auftritten sorgt sie immer für gute Zuschauerquoten. Regelmäßig füllt sie die Seiten der Klatschpresse. Und auf Instagram folgen ihr 5,6 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Wladimir Putin hat 5.865 Abonnenten.

Halbe Million Euro in wenigen Monaten

Und wie es sich für ein It-Girl gehört, lässt sich Sobtschak für ihre Instagram-Posts fürstlich entlohnen. Mode, Kosmetik, Haushaltsgeräte oder auch Alkohol: Die 35-Jährige wirbt für alles, wofür sie bezahlt wird. Ausgehend von der Anzahl ihrer Follower und den üblichen Preisen dürfte ein Post von Sobtschak aktuell zwischen 7.000 und 9.000 Euro kosten.

Als sie ihre Kandidatur für das Präsidentenamt im Oktober 2017 bekannt gab, hatte die Politiker-Tochter noch versprochen für die Zeit des Wahlkampfs auf jegliche Werbekooperationen zu verzichten. Doch allein im Zeitraum zwischen Dezember 2017 und März 2018 finden sich in ihrem Instagram-Feed über 70 Werbeposts. Selbst wenn man von dem minimalen Satz von 7.000 Euro pro Post ausgeht, hat Sobtschak innerhalb von wenigen Monaten fast eine halbe Million Euro verdient - allein mit Instagram-Posts.

Dabei ist davon auszugehen, dass ihre Präsidentschaftskandidatur die Preise ordentlich nach oben getrieben hat. Die Zahl ihrer Abonnenten ist während des Wahlkampfs um 400.000 gestiegen. In der digitalen Welt ist jeder von ihnen bares Geld wert. Auch ihre Präsenz in den Medien dürfte ihren Marktwert gesteigert haben. "Seit Sobtschak im Staatsfernsehen zu sehen ist und aktiv den Wahlkampf zu führen begann, ist der Preis ihrer Instagram-Posts gestiegen", schätzt auch der Werbeberater Andrej Rogowoj. "Ich kann keine genauen Zahlen nennen, aber wir können davon ausgehen, dass sich der Preis verdoppelt hat", sagte er der russischen Zeitung "Moskowskij Komsomolez"

Hier wirbt Sobtschak zum Beispiel für die Wodka-Marke Beluga.


30.000 Euro für Feier mit Xenia Sobtschak

Aber Instagram ist nicht die einzige Einnahmequelle von Sobtschak. Gegen Bezahlung besucht sie auch Geburtstage, Firmenfeiern und sonstige Veranstaltungen. Laut ihrer Agentur "Disco Star" ist sie bis Juni 2018 zwar nicht buchbar, doch ihr Konzertdirektor Tabriz Schachidi bereitet die Kunden auf einen Preis von 30.000 Euro plus acht Prozent Steuern vor, berichtet der kremlunabhängige TV-Sender "Doschd"

Bei den oppositionellen Kräften, zu denen Sobtschak so gerne gehören würde, kommen ihre Werbedeals allerdings alles andere als gut an. Der wohl bekannteste oppositionelle Politiker Russlands Alexej Nawalny lehnte jegliche Zusammenarbeit mit ihr ab. "Als Präsidentschaftskandidat hast du auf Instagram Werbung für Wodka und schwarzen Kaviar gemacht. Du bist eine Karikatur eines liberalen Kandidaten", warf er ihr in einer Diskussionsrunde in seiner Sendung "Nawalny Live" nach der Wahl vor. Zudem warf er ihr vor, Geld für ihre Kandidatur erhalten zu haben. "Sie kam zu mir um 2 Uhr morgens und sagte wörtlich: 'Man bietet mir eine riesige Summe Geld für meine Kandidatur an, und ich weiß nicht, was ich tun soll'", erzählte Nawalny.

Sobtschak dementierte und bezichtigte ihn daraufhin der Lüge. Nawalny blieb jedoch ungerührt: "Du warst Teil der Machenschaften, um unseren Boykott zu brechen", warf er ihr vor. Der Politiker hatte zu einem Boykott der Wahl aufgerufen, Sobtschak hatte hingegen sich selbst als Protest-Kandidatin positioniert. 

Ihre politischen Ambitionen hat Sobtschak immer noch nicht aufgegeben. Sie kündigte an, mit dem oppositionellen Politiker Dmitri Gudkow eine neue Partei gründen zu wollen. Einige neue Instagram-Follower wird das ihr bestimmt bescheren. 


Hier präsentiert sich Sobtschak in einem Kleid von Valentino und bewirbt gleich zwei ihrer Werbeauftraggeber: Valentino und das Moskauer Kaufhaus GUM.


ivi
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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?