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Zypern-Hilfe: Schäuble mit geplanten Rettungsmaßnahmen zufrieden

Nach der Einigung auf ein 10 Milliarden schweres Hilfsprogramm für Zypern zeigt sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zuversichtlich - auch wenn es kein "bequemer Weg" wird.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die in der Nacht ausgehandelte Zypern-Lösung als "bestmöglichen Weg" für das Land aus der Krise bezeichnet. Gleichwohl werde es kein "bequemer Weg", fügte er am Montag in Berlin hinzu. Schäuble betonte, er sei froh, dass das erreicht werden konnte, was auch die Bundesregierung "schon immer für notwendig gehalten" habe. Der Rettungsplan könne dazu beitragen, das Vertrauen in Zypern zurückzugewinnen.

Nach Angaben von Schäuble sollen die endgültigen Entscheidungen über ein detailliertes Rettungspaket für Zypern in der dritten Aprilwoche gefällt werden. Dazu gehört dann auch eine abschließende Entscheidung des Bundestags. Ob zuvor noch eine Sondersitzung der deutschen Parlamentarier in der laufenden Osterpause nötig ist, soll nach den Worten Schäubles noch am Montagnachmittag entschieden werden.

Der Minister informierte nach eigenen Angaben am Morgen die Fraktionschefs der im Bundestag vertretenen Parteien über die Ergebnisse der Verhandlungsnacht in Brüssel. Schäuble wies darauf hin, dass es rechtlich möglich wäre, auf eine Sondersitzung des Bundestags zur Erteilung einer Verhandlungsmandats zu verzichten und dies mit der Beschlussfassung in der dritten Aprilwoche nachzuholen.

cob/AFP / AFP