13. August Gedenken an Mauerbau


Die Mauer ist 28 Jahre lang ein Symbol der Teilung Deutschlands gewesen. Heute jährt sich der 45. Jahrestag des Baubeginns und facht eine Debatte um die Zahl der Toten an.

Der 45. Jahrestag des Mauerbau-Beginns an diesem Sonntag steht unter einer neuerlichen Debatte über die Zahl der Toten an der früheren deutsch-deutschen Grenze. Nach neuen Erkenntnissen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam starben zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer 125 Menschen - weniger, als bisher angenommen.

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann (CDU) hatte dazu gesagt: "Selbst wenn die Zahlen von 227 auf nun 125 korrigiert werden, bleibt es bei der grundsätzlichen Charakteristik: Es ist ein unmenschliches Grenzregime gewesen, das die DDR mit einer schrecklichen Einmaligkeit in ihrer preußischen Konsequenz errichtet hatte."

Mit Andachten und Kranzniederlegungen wird an diesem Sonntag an den Baubeginn erinnert. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wollen an der Mauer-Gedenkstätte Bernauer Straße Kränze für die Opfer der deutschen Teilung niederlegen, teilte das Dokumentationszentrum Berliner Mauer mit.

Der Wille der Frieheit

Das SED-Regime der DDR hatte am 13. August 1961 mit dem Abriegeln der Grenze zum Westteil Berlins begonnen und damit die deutsche Teilung besiegelt. Sie ging erst mehr als 28 Jahre später am 9. November 1989 mit dem Fall der Mauer zu Ende. "Mit dem Bau der Mauer unterdrückte der SED-Staat brutal den Willen nach Freiheit und Selbstbestimmung. Doch der Wille nach Freiheit war stärker als Mauer und Stacheldraht", sagte Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) am Freitag in Erfurt.

Ein Schlussstrich unter die Stasi-Aufarbeitung verbiete sich, betonte er. Thüringen setze sich für eine unbefristete Verlängerung der Stasi-Überprüfungen insbesondere im öffentlichen Dienst ein. Die Rehabilitierung der Stasi-Opfer sei noch nicht abgeschlossen.

In Sachsen-Anhalt wird in der Gedenkstätte Deutsche Teilung auf dem Gelände des früheren Grenzübergangs Marienborn-Helmstedt von diesem Sonntag an eine neue Sonderausstellung gezeigt. Die Schau "Gegenansichten" dokumentiert die Entwicklung der Opposition in den früheren Ostblockstaaten.

DPA DPA

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