Ärzte Althaus wird vollständig genesen


Entwarnung für Dieter Althaus: Nach Einschätzung seiner Ärzte wird der thüringische Ministerpräsident wieder fit für die Regierungsarbeit und den Wahlkampf. Zuvor wird der CDU-Politiker jedoch noch eine vierwöchige Reha in einer Klinik am Bodensee absolvieren, um die Folgen seines schweren Ski-Unfalls vollständig auszukurieren.

Der im Skiurlaub schwer verletzte thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus wird nach Einschätzung seiner Ärzte die Regierungsgeschäfte wieder aufnehmen können. Der 50-jährige CDU-Politiker werde vollständig genesen und sich auch in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 30. August aktiv einschalten können, teilten die behandelnden Ärzte an der Universitätsklinik Jena am Donnerstag mit. Althaus werde am Montag für mindestens vier Wochen in eine Rehabilitationsklinik verlegt.

"Nach meiner persönlichen Einschätzung ist bei dem derzeitigen Heilungsverlauf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Ministerpräsident wieder vollständig in die Regierungsarbeit einsteigen kann und sich auch aktiv in den Wahlkampf einbringen kann", sagte Chefarzt Rolf Kalff. Die Akutbehandlung des Patienten sei abgeschlossen. "Körperlich ist der Ministerpräsident weitgehend wiederhergestellt", sagte Kalff. Bis zur völligen Wiederherstellung seines Gedächtnisses werde aber noch einige Zeit vergehen.

In der Schmida Reha-Klinik Allensbach am Bodensee soll Althaus nun physiotherapeutisch und psychologisch weiter betreut werden. Die Ärzte empfahlen eine Klinik außerhalb Thüringens, damit Althaus keinem Besuchersturm ausgesetzt werde und die nötige Ruhe bekomme.

Althaus war am Neujahrstag in Österreich mit einer Skifahrerin zusammengestoßen. Die 41-Jährige starb bei dem Unfall auf der Skipiste. Der Hergang des Unfalls ist noch ungeklärt. In Österreich wird deswegen gegen Althaus wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Nach Darstellung seiner Ärzte kann Althaus weiterhin nicht zu dem Unfall vernommen werden. Der 50-Jährige sei bei seiner Therapie zeitweise mit dem Unfall konfrontiert worden, könne sich aber nicht erinnern, erklärte Kalff. Das Unfallgeschehen habe er noch nicht vollständig erfasst. Wann es in Allensbach zu einer Vernehmung kommen könne, müssten die dortigen Ärzte entscheiden.

Reuters/DPA DPA Reuters

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