AKW-Laufzeitverlängerung Trotz Kompromiss wollen CDU und FDP noch längere Akw-Laufzeiten – ihre Forderungen sind vor allem eins: populistisch

Kernkraftwerk isar II
Der Bundestag hat die Laufzeitverlängerung der letzten drei deutschen AKW beschlossen. Eine schlechte Idee, findet stern-Autor Rolf-Herbert Peters
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Nach dem Kompromiss bei der Laufzeitverlängerung der deutschen AKW wollen CDU und FDP mehr. Es droht eine neue, ewiggestrige Atomkraftdebatte. 

Nur vier Minuten hat das Kabinett über die Änderung des Atomgesetzes gesprochen, sagt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Dann wurde der Gesetzesvorschlag am Freitag im Bundestag verabschiedet: Die drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke dürfen bis zum April 2023 weiterlaufen. Wer hofft, dass damit der Atomausstieg im kommenden Frühjahr endgültig besiegelt ist und sich dann alles auf den Ausbau erneuerbarer Energien konzentriert, dürfte enttäuscht werden. Die Rückkehr der Atomkraft-Ritter steht an. Ihre Forderungen aus der Mottenkiste des nuklearen Zeitalters nehmen gerade neu Fahrt auf. 

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