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Anti-Pegida-Aktion in Dresden Mit Polaroids gegen Fremdenhass

Auskehren in Dresden. Das große Reinemachen beginnt nach dem wöchentlichen Pegida-Abendspaziergang.
"Wir kehren, wir kehren einfach den ganzen Dreck, den Pegida hier hinterlassen hat, weg. Einfach so, weg da."
Das Bündnis "Dresden für alle" hatte zum Protest aufgerufen, um ein Zeichen zu setzen: Dresden - das ist nicht nur Pegida.
"Wir sind heute hier, weil wir die rassistischen Thesen und die Hetze von Pegida nicht unkommentiert stehen lassen und ein Gegengewicht dazu bilden wollen."
Trotzdem- die selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" haben Zulauf. Mehr als 25.000 Teilnehmer sind es an diesem Montag - dem bereits zwölften Pegida Protesttag.
"Wir sind das Volk!"
Viele fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, haben Angst vor Überfremdung und vor einer Islamisierung Deutschlands.
"Der Islam, das ist die eine Sache. Es ist gefährlich. Mit den Islamisten, wie die alle Krieg führen, wie die in Nigeria, überall die Menschen umbringen und dort muss man einfach Nein dazu sagen. Man muss uns auch die Freiheit gewähren und uns nicht in die rechte Ecke stellen."
"Das muss unterbunden werden, das weiß ja jeder, der in Städten lebt, das sich da bestimmte Gruppierungen breit machen und versuchen Einflüsse zu erreichen und Straßenzüge zu kontrollieren und bestimmte Geschäftsbereiche und das mit nicht regulären Mitteln"
Dass der Pegida Protestmarsch offener Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus eine Plattform bietet, das kritisieren die Pegida-Gegner. Mehr als 1600 Polizisten sind im Einsatz um eine Eskalation zu verhindern.
Dabei hatte zwei Tage zuvor die Stadt Dresden und die sächsische Landesregierung zu einer Kundgebung für Toleranz und Weltoffenheit geladen. Mit dabei - die NGO Avaaz. Sie will Stimmen sammeln für Vielfalt und ein friedliches Miteinander.
"Dresden ist ja im Moment bei der Debatte so im Zentrum des Ganzen, hier hat das alles angefangen mit den Demonstrationen, die ganze Welt schaut auch auf Dresden, was passiert hier. Wir sehen heute sind über 35.000 Menschen hier, die sich für Vielfalt einsetzen in Dresden."
Doch die Protestmärsche werden weiter gehen - gegen die Islamisierung des Abendlandes und gegen Pegida und das nicht nur in Dresden.
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Die islamkritische Bewegung Pegida spaltet Deutschland in Gegner und Befürworter. In Dresden will die NGO "Avaaz" ein Zeichen gegen Hass und Vorurteile setzen.

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