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Schlechte Nachricht für die CDU Prognose zeigt: Armin Laschet verpasst Einzug in den Bundestag

Armin Laschet im Wahlkampf für die Bundestagswahl 2021.
Gegenwind erfährt Armin Laschet in diesem Wahlkampf nicht nur von anderen Parteien − auch in den Reihen der CDU macht sich Unzufriedenheit breit
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Picture Alliance
Dieser Tage häufen sich die schlechten Nachrichten für die CDU und Armin Laschet. Wie eine neue Prognose zeigt, könnte der Kanzlerkandidat in NRW nun den Einzug in den Bundestag verpassen.

Es zeichnet sich immer mehr ab: Armin Laschet könnte kein Mitglied des nächsten Bundestags sein. Das zeigt eine aktuelle Prognose der Berliner Politikberatung Johanssen und Kretschmer. Wie die Berliner Zeitung feststellt, könnte dieser Prognose zufolge der CDU-Kanzlerkandidat nicht über die nordrhein-westfälische Landesliste der CDU ins Parlament einziehen könnte. Im Falle einer Wahlniederlage für die CDU könnte dies für Armin Laschet ernstzunehmende Folgen haben.

Was ist Laschets Problem bei der Wahl in NRW?

Wie das Ergebnis der Prognose von Johanssen und Kretschmer zeigt, sollen bei der Bundestagswahl 2021 37 der 64 Wahlkreise an die CDU gehen − ein minimaler Verlust zur letzten Wahl, bei der die Regierungspartei vor vier Jahren 38 Wahlkreise gewann. Das Problem liegt bei den Zweitstimmen. Hier zeigen die Ergebnisse einen deutlichen Abwärts-Trend seit den Wahlen von 2017.

Zugleich greift erstmals das neue Wahlrecht, welches zu einer geänderten Verrechnung der Überhangmandate führt. Nur, wenn die SPD in NRW bei den Erststimmen gegenüber der Union aufholen sollte oder eine Trendwende bei den Zweitstimmen einsetzt, kann der CDU-Vorsitzende auf den Einzug über die Landesliste hoffen.

Noch vor einigen Wochen hatte Laschet überraschend auf die Direktkandidatur in seinem Heimatwahlkreis Aachen 1 zugunsten von Rudolf Henke verzichtet. Laut der aktuellen Prognosen von Election.de, welche die Berliner Zeitung heranzieht, könnte aber auch der CDU-Gesundheitspolitiker nun dem Bundestags-Fraktionsvize der Grünen, Oliver Krischer, unterliegen.

Was passiert wenn Laschet nicht Kanzler wird?

Für eine Wahl zum Kanzler ist ein Mandat für Armin Laschet nicht notwendig − für die Position des Fraktionsvorsitzenden hingegen schon. Sollte der CDU Vorsitzende den Einzug in den Bundestag nicht schaffen und die CDU zugleich in die Opposition gehen, dann wäre ihm die Position des Fraktionsvorsitzenden und damit des Oppositionsführers versperrt. In jedem Falle wäre Laschet damit der erste Kanzlerkandidat der Bundesrepublik, der sich nicht selbst wählen kann.

Übrig bleibe Laschet bei einer Niederlage nur noch der Rückzug nach NRW. Auf eine Frage der FAZ, ob er sich im Falle eines schlechten Wahlausgangs vorstellen könne, wieder Ministerpräsident in NRW zu sein, antwortete er: "Klares Nein. Für mich ist klar: Mein Platz ist nach der Bundestagswahl in Berlin." Da Laschet diesen Posten derzeit jedoch noch inne hat, soll am 23. Oktober auf einem CDU-Landesparteitag über die Nachfolge von Laschet in NRW entschieden werden.

Schlechte Nachricht für die CDU: Prognose zeigt: Armin Laschet verpasst Einzug in den Bundestag

Sehen Sie in diesem Video: Zuletzt waren die Umfragen für Laschet und seiner Partei schwach gewesen. Meinungsforscher sehen CDU und SPD in einer aktuellen Umfrage im Gleichstand bei 22 Prozent. Das will der Kanzlerkandidat ändern - von Haustür zu Haustür.

Quellen: Berliner Zeitung, RTL

ldh

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