Armutsrisiko-Bericht Menschen in Leipzig am stärksten gefährdet


In vielen deutschen Großstädten ist das Armutsrisiko weitaus höher als in kleineren Orten oder auf dem Land.

In vielen deutschen Großstädten ist das Armutsrisiko weitaus höher als in kleineren Orten oder auf dem Land. Das geht aus einer am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Aufstellung des Statistischen Bundesamts hervor. Am stärksten armutsgefährdet unter den allergrößten Städten sind demnach die Menschen in Leipzig. Dort müssen 27 Prozent der Einwohner mit weniger als 60 Prozent des mittleren deutschen Einkommens leben, was das Amt als Kriterium für Armutsgefährdung ansetzt. Im Bundesdurchschnitt liegt das Armutsrisiko bei 14 Prozent.

Aber auch in anderen Städten gibt es große Unterschiede: 22 Prozent der Einwohner von Hannover, Bremen und Dresden sind laut der Statistik von Armut bedroht. In Dortmund liegt der Anteil bei über 21 Prozent und in der Bundeshauptstadt Berlin bei fast 19 Prozent. Nur jeder Zehnte ist in München hingegen armutsgefährdet.

Neben München haben laut Statistik Hamburg (13 Prozent), Frankfurt am Main (14 Prozent), Düsseldorf (14 Prozent) und Stuttgart (14 Prozent) kein überdurchschnittliches Armutsrisiko. Ein deutlicher Unterschied besteht auch Jahre nach der Wiedervereinigung zwischen den Großstädten in Ost und West: Beträgt die Armutsgefährdung in Ostdeutschland inklusive Berlin im Durchschnitt fast 20 Prozent, liegt sie im Westen des Landes bei rund 13 Prozent.

Die Ergebnisse beruhen den Angaben zufolge auf einer Auswertung des Mikrozensus 2008 für die 15 Großstädte Deutschlands mit mehr als 500.000 Einwohnern.

APN APN

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