Bayern Seehofers Regierungsmannschaft steht


Verjüngungskur in Bayern: Im neuen schwarz-gelben Landeskabinett von Ministerpräsident Horst Seehofer gibt es keinen CSU-Politiker mehr über 60 Jahre. Bundesweiten Bekanntheitsgrad in der Regierungsmannschaft haben lediglich die neue Sozialministerin und der neue Umweltminister.

Das neue bayerische Landeskabinett unter Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist komplett. An dem Personaltableau wurde bis kurz vor der Vereidigung der Regierungsmannschaft aus CSU und FDP noch gefeilt. Als neue Sozialministerin ist nun die bisherige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer vorgesehen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Neuer Agrarminister wird der Niederbayer Helmut Brunner. Die bislang als sicher geltende Berufung des Oberbayern Marcel Huber ist damit vom Tisch. Er musste wegen des Regionalproporzes auf das Amt verzichten.

Zwei Minister werden von der FDP gestellt, die nach Jahrzehnten der CSU-Alleinregierung den Einzug ins Landesparlament und in die Regierungsverantwortung geschafft hatte. Für das Wirtschaftsressort wird FDP-Landeschef Martin Zeil verantwortlich sein, Wolfgang Heubisch soll das Wissenschaftsministerium führen. Zeil ist zugleich stellvertretender Ministerpräsident.

Söder wird Umweltminister

Umweltminister wird der bisherige Europaminister Markus Söder, der zudem neue Zuständigkeiten in der Gesundheit erhält und damit gestärkt wird. Europaministerin wird Emilia Müller. Bereits bekannt war, dass Innenminister Joachim Herrmann im Amt bleibt. Finanzminister wird der bisherige Staatssekretär Georg Fahrenschon. Das Justizministerium soll weiter von Beate Merk geführt werden. Staatskanzleichef soll der bisherige Kultusminister Siegfried Schneider werden. Kultusminister wird Ludwig Spaenle.

Mit seinem Personaltableau setzte Seehofer seine Ankündigung um, die Staatsregierung jünger zu machen: Dem neuen schwarz-gelben Kabinett gehört kein CSU-Politiker über 60 Jahre mehr an. Sehr viel weiblicher ist die Regierungsmannschaft aber nicht geworden, wie Seehofer ebenfalls versprochen hatte. Anstelle von vier sitzen nun fünf Frauen am Kabinettstisch. "Das ist ein auf die Legislaturperiode angelegtes Kabinett, das stabil und gut arbeiten wird", sagte Seehofer vor der CSU-Fraktionssitzung in München, auf der er seine Kabinettsliste präsentieren wollte. Die neuen Minister müssten sich jetzt bewähren, sagte er ohne Namen zu nennen. Das neue Kabinett sei vernünftig ausbalanciert.

DPA/AP AP DPA

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