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Neue Umfrage: CSU sackt weiter ab – historisches Tief bei "Bayerntrend"-Umfrage

Die CSU bewegt sich bei den Umfragen zur Landtagswahl in Bayern nicht nach oben. Im Gegenteil: Für die Christsozialen geht es weiter bergab. SPD, Freie Wähler und AfD liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den dritten Platz.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Die Sorgen bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dürften größer werden

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Einen Monat vor der Landtagswahl in Bayern ist die bislang alleinregierende von Ministerpräsident Markus Söder weiter im Sinkflug.

Laut aktuellem "Bayerntrend" des Bayrischen Rundfunks (BR) würden nur noch 35 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei Regierungspartei machen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre – ein historischer Tiefststand (seit der ersten "Bayerntrend"-Erhebung 1998) und drei Prozentpunkte weniger als bei der letzten Erhebung im Juli. Die Grünen wären zweitstärkste Kraft im Freistaat. Um Rang drei liefern sich SPD, Freie Wähler und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Ergebnisse des "Bayerntrends" im Einzelnen:

  • CSU: 35 Prozent (- 3 Prozentpunkt im Vergleich zur Juli-Umfrage/Gesamtstimmenanteil bei der Landtagswahl 2013: 47,7 Prozent)
  • SPD: 11 Prozent (- 2/20,6)
  • Freie Wähler: 11 Prozent (+2/9,0)
  • Grüne: 17 Prozent (+1/8,6)
  • FDP: 5 Prozent (0/3,3)
  • Linke: 5 Prozent (+1/2,1)
  • AfD: 11 Prozent (-1/nicht angetreten)

Insgesamt wären nach diesem Ergebnis sieben Parteien im Landtag in München vertreten, bisher sind es vier.

Schwarz-Grün wäre demnach die einzige mögliche Zwei-Parteien-Koalition, es ist aber auch – zumindest rechnerisch – eine Mehrheitsbildung gegen die CSU möglich.

Allerdings ist die mit Vorsicht zu betrachten: 45 Prozent der Befragten haben sich noch nicht abschließend festgelegt, wen sie am 14. Oktober wählen werden.

Auch für Ministerpräsident Markus Söder sehen die Zustimmungswerte alles andere als rosig aus: 42 Prozent der Bayern sagen, er sei ein guter Ministerpräsident (2 Prozentpunkte weniger als im Juli), 44 Prozent verneinen das (plus 6 Punkte).

Mit der Arbeit der geamten Staatsregierung Bayerns sind der Umfrage zufolge 52 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden, 47 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden

Für den repräsentativen "Bayerntrend" befragte das Institut "Infratest-Dimap" im Auftrag der BR-Sendung "Kontrovers" vom 5. bis zum 10. September telefonisch 1000 Wahlberechtigte aus dem Freistaat.

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