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Bündnis gegen François Hollande Die SPD kritisiert Angela Merkel


Bundeskanzlerin Angela Merkel und wichtige EU-Partner haben nach einem Medienbericht vereinbart, den französischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande im Wahlkampf nicht zu empfangen. Die SPD wirft ihr nun vor, damit deutschen Interessen zu schaden.

Die SPD hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, mit ihrer Parteinahme für Amtsinhaber Nicolas Sarkozy im französischen Präsidentschaftswahlkampf deutschen Interessen zu schaden. "Es ist erstaunlich, dass Kanzlerin Merkel den gleichen Fehler zweimal macht", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, am Sonntag. Schon die Beziehungen zu den USA hätten darunter zu leiden, dass Merkel erfolglos versucht habe, den Wahlkampf von Barack Obama zu behindern.

Oppermann reagierte damit auf einen "Spiegel"-Bericht, nach dem Merkel mit den konservativen Regierungschefs von Italien, Spanien und Großbritannien vereinbart habe, den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande im Wahlkampf nicht zu empfangen. Eine Sprecherin der Bundesregierung sagte dazu am Sonntag: "Die Entscheidung, ob er oder sie Herrn Hollande empfängt, trifft jeder Regierungschef eigenständig." Auf die Frage, ob Merkel Hollande im Kanzleramt empfangen werde, sagte sie: "Einen solchen Termin gibt es bislang noch nicht."

Merkel hatte vor einem Monat bereits ihre Unterstützung für Sarkozy angekündigt. Die erste Runde der Präsidentenwahl findet Ende April statt, die Stichwahl Anfang Mai, wenn in der ersten Runde keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreicht. In den Umfragen liegt derzeit Hollande klar in Führung.

Reuters/DPA DPA Reuters

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