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Mecklenburg-Vorpommern Merkel gewann acht Mal in Folge das Direktmandat in ihrem Wahlkreis – jetzt siegte eine junge SPD-Politikerin

Anna Kassautzki (SPD) erfolgreich bei der Bundestagswahl 2021
Die 27-jährige Anna Kassautzki (SPD) holte sich das Direktmandat in ihrem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern
© Uwe Koch / Eibner-Pressefoto / Picture Alliance
Am Wahlabend musste die CDU eine weitere herbe Niederlage einstecken: Auch das Direktmandat im bisherigen Bundestagswahlkreis von Angela Merkel in Mecklenburg-Vorpommern geht verloren – an die SPD.

Im bisherigen Wahlkreis der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei der Bundestagswahl eine bittere Niederlage erlitten. Erstmals nach mehr als 30 Jahren ging das Direktmandat im Wahlkreis 15 nicht an die Christdemokraten. Stattdessen zieht die 27-jährige Anna Kassautzki von der SPD mit 24,3 Prozent der Erststimmen für den Wahlkreis Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I in den Bundestag ein. Auf Platz zwei landete Merkels Nachfolger als CDU-Direktkandidat, der 33-jährige Betriebsprüfer Georg Günther, mit 20,4 Prozent. Er lag damit nur knapp vor Leif-Erik Holm von der AfD (19,9 Prozent).

Die CDU verlor im Wahlkreis 15 im Vergleich zur vorherigen Bundestagswahl beim Erststimmenergebnis 23,6 Prozentpunkte. "Es ist schon bitter", kommentierte Günther das Ergebnis. Er war in der letzten Woche vor der Wahl zusammen mit Merkel noch ausgiebig durch den Wahlkreis getourt. Er mache sich für seinen Wahlkampf keine Vorwürfe, sagte Günther. Die Landtagswahl habe auch auf das Bundestagswahlergebnis in seinem Wahlkreis ausgestrahlt. Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gewonnen, während die CDU auf ein historisches Tief gefallen ist.

SPD-Kandidatin Kassautzki äußert sich nach Wahlerfolg

SPD-Kandidatin Kassautzki sagte: "Ich fühle mich unfassbar geehrt." Die SPD konnte in dem Wahlkreis ihr Ergebnis bei den Erststimmen im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 um 12,7 Prozentpunkte verbessern. "Es war eine Teamleistung, die wir da gebracht haben", so Kassautzki, die an der Universität Greifswald arbeitet.

Die scheidende Bundeskanzlerin hat im Wahlkreis 15 seit 1990 acht Mal in Serie das Bundestagsdirektmandat gewonnen. 2017 kam Merkel auf 44 Prozent der Erststimmen – sie lag damit deutlich vor dem Zweitplatzierten AfD-Kandidat Leif-Erik Holm mit 19,3 Prozent. 2013 gewann die Kanzlerin noch deutlicher mit 56,2 Prozent der Erststimmen.

Umfrage zur Bundestagswahl: "Was würden Sie in Deutschland ändern?" Tempolimit, Cannabis, Asyl

Sehen Sie im Video: Anlässlich der Bundestagswahl hat der stern Menschen gefragt, welche Sache sie sofort in Deutschland ändern würden, wenn sie könnten. Die Antworten sind sehr unterschiedlich und reichen von Tempo 130 auf Autobahnen bis hin zur Cannabis-Legalisierung.

sve DPA

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