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Die Morgenlage Trump stellt wirtschaftliche Hilfen wegen Coronavirus in Aussicht

US-Präsident Donald Trump spricht auf einer Pressekonferenz des Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump (M.) spricht auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus über den Ausbruch des Coronavirus. Trump hat ein Maßnahmenpaket in Aussicht gestellt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Epidemie zu mildern.
© Carolyn Kaster / DPA
Biden und Sanders treten bei Vorwahlen in sechs Bundesstaaten gegeneinander an +++ Harry und Meghan sagen in Westminster Abbey als Royals Goodbye +++ Die Nachrichtenlage am Dienstag.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

die Coronavirus-Krise hat inzwischen auch globale wirtschaftliche Folgen. US-Präsident Donald Trump kündigte "dramatische" Maßnahmen gegen die ökonomischen Auswirkungen in seinem Land an. Das Coronavirus hatte sich zuletzt in den USA immer mehr ausgebreitet. In den USA sind inzwischen mehr als 600 Menschen an dem Erreger erkrankt, es gab mindestens 26 Todesfälle. Italien bekommt die Ausbreitung des Coronavirus nicht in den Griff. Immer mehr Menschen sterben. Der Premier zieht nun die Notbremse – und erklärt ganz Italien zur Sperrzone. Die Botschaft an rund 60 Millionen Einwohner: Bleibt endlich zuhause. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Trump stellt wirtschaftliche Maßnahmen wegen Coronavirus in Aussicht

US-Präsident Donald Trump hat ein Maßnahmenpaket in Aussicht gestellt, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des neuartigen Coronavirus entgegenzusteuern. Bei einem kurzfristig anberaumten Auftritt in Washington kündigte Trump am Montagabend (Ortszeit) an, die Regierung wolle mit dem Kongress unter anderem über Lohnsteuererleichterungen sowie über Kredite für Kleinunternehmen reden. Angedacht seien auch Hilfen für Menschen, die nach Stundenlohn bezahlt würden - für die also bei einem Arbeitsausfall wegen einer Erkrankung besondere Härten entstehen. Heute solle es dazu Gespräche mit Kongressvertretern geben. Auch Gespräche mit Fluggesellschaften, Kreuzfahrtveranstaltern und der Hotelindustrie seien geplant. Sie sind von der Krise besonders betroffen.

Spahn zu Corona-Krise: "Wir werden diese Situation bewältigen"

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Deutschen zu solidarischem Handeln aufgefordert. "Wir werden diese Situation bewältigen. Wenn wir alle mithelfen, zusammenhalten und einander auch unter Stress vertrauen", schrieb er in einem am späten Montagabend veröffentlichten Gastbeitrag in der "Bild" und fügte hinzu: "Es geht. Und am besten geht es gemeinsam." Der Höhepunkt der Epidemie sei noch nicht erreicht. "Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Infektionen", schrieb Spahn. "Es wird weitere Einschränkungen unseres Alltags geben." 

In Deutschland waren am Montag die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geworden - beide Menschen stammten aus Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Infizierten in Deutschland stieg bis Montagnachmittag auf 1139, knapp die Hälfte davon verzeichnete NRW.

In China besuchte Staats- und Parteichef Xi Jinping heute überraschend die schwer von dem neuen Coronavirus heimgesuchte Metropole Wuhan in Zentralchina. Der Besuch diene der "Inspektion der Arbeit zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. 

84 Verfahren wegen Beifall im Netz nach Hanauer Anschlag

Nach dem rassistischen Anschlag von Hanau sind einem Zeitungsbericht zufolge zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen befürwortender Kommentare im Internet eingeleitet worden. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität habe 84 Verfahren angestrengt, sagte der Frankfurter Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn den VRM-Zeitungen.

Nordkorea will erneut "Langstrecken-Artillerie" getestet haben

Bei dem erneuten Abfeuern von Projektilen durch Nordkorea am Montag soll es sich nach Angaben des Landes um einen weiteren Test von "Langstrecken-Artillerie" gehandelt haben. Es habe eine weitere Übung zur Feuerkraft von "Langstrecken-Artillerie" stattgefunden, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

Der Übung sei von Machthaber Kim Jong Un beaufsichtigt worden, hieß es in der Meldung. Dieser habe dabei seine hohe Wertschätzung für die "perfekte Kampfbereitschaft" der Streitkräfte bekundet.

Harry und Meghan sagen in Westminster Abbey als Royals Goodbye

Kurz vor Beginn ihres neuen Lebens als Nicht-Royals haben Prinz Harry und seine Frau Meghan ihre letzte königliche Verpflichtung wahrgenommen. Das Paar nahm in der Londoner Westminster Abbey an einem Gottesdienst anlässlich des Commonwealth-Tages teil. Der Herzog von Sussex und seine Frau wurden diesmal jedoch direkt zu ihren Sitzen geführt, anstatt - wie die meisten Mitglieder der Königsfamilie - an der Seite von Königin Elizabeth II. den Mittelgang entlang zu schreiten. Das Paar wird ab dem 1. April keine offiziellen Termine mehr im Auftrag von Königin Elizabeth II. wahrnehmen.  

Das wird heute wichtig:

EU-Staats- und Regierungschefs konferieren per Video zu Corona-Epidemie

Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten heute Nachmittag per Videokonferenz über ein koordiniertes Vorgehen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. EU-Ratspräsident Michel hatte die digitale Zusammenkunft anberaumt.

Biden und Sanders treten bei Vorwahlen in sechs Bundesstaaten gegeneinander an

Das Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten geht heute mit Vorwahlen in sechs Bundesstaaten weiter. Der frühere Vizepräsident Biden und der linksgerichtete Senator Sanders treten in Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington gegeneinander an. Es geht um 352 der 3979 Delegierten, die im Juli den demokratischen Präsidentschaftskandidaten wählen werden. Besonders wichtig ist Michigan im Mittleren Westen, wo 125 Delegiertenstimmen vergeben werden.

Duma befasst sich in zweiter Lesung mit Putins Verfassungsreform

Das russische Parlament befasst sich heute in zweiter Lesung mit der von Präsident Putin angestoßenen Verfassungsreform. Ein Ja der Duma gilt als sicher, ebenso wie bei der noch für diese Woche erwarteten endgültigen Lesung. Putin hatte im Januar überraschend eine Reform der Verfassung aus dem Jahr 1993 angekündigt. Seine Initiative löste Spekulationen aus, er wolle sich damit die Macht auch nach dem Ende seiner Amtszeit 2024 sichern.  

Bundesverfassungsgericht prüft Versorgungsausgleich bei Ehescheidungen

Das Bundesverfassungsgericht befasst sich heute (10 Uhr) in einer mündlichen Verhandlung mit dem Versorgungsausgleich bei Ehescheidungen. Konkret muss das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe prüfen, ob eine Sonderregelung zur Teilung der Ansprüche bei Betriebsrenten mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das Oberlandesgericht Hamm hält die Regelung für verfassungswidrig und rief deshalb das Verfassungsgericht an. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. 

anb DPA AFP

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