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Dienstwagen-Vorlieben: Opel retten ja - Opel fahren nein

Eine Anfrage an den Bundestag legt offen: Der Bund hat in den vergangenen Jahren immer weniger Dienstfahrzeuge in Rüsselsheim bestellt. Im Ministerfuhrpark sind aktuell nur noch 3 von 300 Autos von Opel. Ein FDP-Politiker wirft der Regierung Zynismus vor.

Der Bund hat seine Fahrzeugbestellungen bei Opel in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefahren: Während im Jahr 2006 noch 56,6 Millionen Euro für Dienstfahrzeuge aus Rüsselsheim ausgegeben wurden, waren es 2007 nur 31,5 Millionen Euro und im vergangenen Jahr sogar lediglich noch 14,7 Millionen Euro.

Diese Zahlen gehen aus einer Antwort des Bundestags auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Paul Friedhoff hervor. Friedhoff sagte der "Rheinischen Post", es sei "zynisch, Unternehmen mit Konjunkturprogrammen, Abwrackprämie und Notkrediten zu dopen, andererseits aber die eigenen Investitionen bei Opel über Gebühr zu kürzen".

Verteidigungsministerium gab fünf Opel zurück

Die Marke mit dem Blitz ist offenbar besonders bei den Ministerien wenig beliebt: Unter den 300 Wagen im Fuhrpark sind derzeit nur drei Autos von Opel. Zu Beginn dieser Legislaturperiode, Ende 2005, hatte es in den Bundesministerien noch sechs Dienstfahrzeuge aus Rüsselsheim gegeben. Davon fuhr das Verteidigungsministerium fünf Wagen, ein Opel war auf Rechnung des Umweltministeriums unterwegs. Das Verteidigungsministerium gab seine fünf Opel dann aber wieder zurück. Dafür orderten das Innenministerium und das Gesundheitsministerium je einen Dienstwagen aus Rüsselsheim. Das ging aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Volker Wissing hervor.

Die Dienstwagen der Bundesregierung - also des Bundeskanzleramtes, der Bundesministerien und des Presse- und Informationsamtes - verteilen sich auf die Marken Audi, BMW, Fiat, Ford, Mercedes-Benz, Opel, Smart und Volkswagen. Das ergab eine weitere Anfrage eines FDP-Politikers. Von 7627 im Jahr 2006 neu angeschafften Fahrzeugen der Bundesregierung entfielen 2012 auf die Marke Ford, 1635 auf die Marke Mercedes und 1558 auf die Marke Opel.

AP / AP