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Stimmen zum neuen Bundespräsidenten: Das sagen Merkel, Seehofer und Putin zu Steinmeiers Wahl

Wie erwartet ist Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt worden. Er tritt sein Amt am 19. März an. Die ersten Reaktionen aus der Politik.

Umarmung für den neuen Bundespräsidenten: Frank-Walter Steinmeier wird von Olivia Jones beglückwünscht

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich hoch erfreut über die Wahl des SPD-Politikers Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten gezeigt. "Ich bin überzeugt, er wird ein hervorragender Bundespräsident für unser Land sein", sagte die CDU-Vorsitzende nach der Bundesversammlung in Berlin. Es sei "ein guter Tag für die Bundesrepublik Deutschland".

Steinmeier werde Staatsoberhaupt "in schwierigen Zeiten" sein. "Und ich traue ihm zu, dass er unser Land durch diese schwierigen Zeiten in seiner Funktion sehr gut begleiten wird." Der SPD-Mann habe als Außenminister in schwierigsten Situationen immer das Fingerspitzengefühl gehabt, nach Lösungen zu suchen, lobte Merkel. Der 61-jährige Sozialdemokrat sei ein Mann, "der auf Menschen zugehen kann". Er habe aber auch gezeigt, dass er über Parteigrenzen hinweg Kompromisse schmieden könne. 

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Kreml hofft auf gute Zusammenarbeit mit Steinmeier

Auch CSU-Chef Horst Seehofer begrüßte die Wahl Frank-Walter Steinmeiers zum neuen Bundespräsidenten. Der CSU sei es darauf angekommen, dass der Nachfolger Joachim Gaucks mit der gleichen Qualität sein Amt ausüben werde, sagte Seehofer am Sonntag in der ARD. "Das wird bei Frank-Walter Steinmeier der Fall sein." 

Seehofer verteidigte erneut die Entscheidung für den ehemaligen Außenminister von der SPD als gemeinsamen Kandidaten der großen Koalition. "Wir hatten keine eigenen Kandidaten, der zugestimmt hat, und einen Grünen wollte ich persönlich nicht." Bei der Wahl sei es nun darauf angekommen, das der SPD gegebene Wort auch einzuhalten.

Russlands Staatschef Wladimir Putin hofft mit der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten auf stabile bilaterale Beziehungen und eine "produktive Zusammenarbeit". Putin sei zuversichtlich, dass dessen Arbeit zur Entwicklung der russisch-deutschen Beziehungen beitragen werde, teilte der Kreml in Moskau mit. Der Kremlchef gratulierte Steinmeier zur Wahl und lud ihn zu einem Besuch nach Russland ein, "wann immer es ihm passt." Putin sei daran interessiert, "den konstruktiven Dialog wie aktuelle Fragen der bilateralen und internationalen Tagessordnung fortzusetzen."

"Ein Präsident, der die ostdeutschen Probleme kennt"

Steinmeier tritt sein Amt am 19. März an. Den scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck würdigte er als Staatsoberhaupt, der für die Freiheit gesprochen und "das Glück der Freiheit mit jeder Faser verkörpert" habe.

Zufrieden mit der Wahl zeigte sich auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). "Wir haben einen guten Bundespräsidenten bekommen, der die ostdeutschen Probleme kennt", sagte Haseloff am Sonntag. Der Ministerpräsident gratulierte dem ehemaligen Außenminister kurz nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse im Reichtagsgebäude in Berlin. "Vergessen Sie den Osten nicht", habe ich ihm dabei gesagt", erklärte Haseloff.

kis / DPA