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Ex-Verfassungsschutzchef: "Er wäre hochwillkommen": Raten Sie mal, welche Partei nun um Maaßen buhlt

Hans-Georg Maaßen wurde nach seiner umstrittenen Rede in den einstweiligen Ruhestand geschickt. Darin sinnierte der Ex-Verfassungsschutzchef auch über ein Leben außerhalb des Staatsdienstes. Eine Partei hat ihm dafür nun ein indirektes Angebot gemacht.

Vielleicht scheint Hans-Georg Maaßen nicht wirklich daran geglaubt zu haben, dass seine geplante Abberufung ins Bundesinnenministerium erfolgsversprechend ist. Vielleicht hat der Ex-Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz ohnehin eine andere Vorstellung von seiner Zukunft gehabt. Oder vielleicht war inmitten der "inakzeptablen Formulierungen" seiner Abschiedsrede, so Innenminister Seehofer, auch ein Wink mit dem Zaunpfahl versteckt: "Jedenfalls kann ich mir auch ein Leben außerhalb des Staatsdienstes zum Beispiel in der Politik oder in der Wirtschaft vorstellen", sinnierte Maaßen gegen Ende seiner umstrittenen Rede (die Sie hier im Wortlaut nachlesen können). 

Fakt ist: Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat Maaßen nach seinen umstrittenen Äußerungen - etwa über angeblich "linksradikale Kräfte" in der SPD - in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Und sein "Leben außerhalb des Staatsdienstes", wie Maaßen sagte, wird nun zwangsläufig Form annehmen müssen. Eine Partei hat bereits indirekt einen Vorschlag gemacht.

AfD bietet Hans-Georg Maaßen Mitarbeit an

"Wir haben eine ausgezeichnete Meinung von Herrn Maaßen", sagt AfD-Chef Jörg Meuthen der "Welt". Er sei ein "vorbildlicher Beamter, der die Wahrheit benennt. Dafür hat er zu Unrecht sehr viel Prügel einstecken müssen." Sein Angebot: "Wir sind eine demokratische Rechtsstaatspartei und Herr Maaßen wäre in einer demokratischen Rechtsstaatspartei hochwillkommen." 

Die AfD hat sich bereits in der vorangegangenen Debatte um Maaßen hinter den ehemaligen Verfassungsschutzchef gestellt. Gegenstand der Diskussionen waren auch Berichte über Kontakte von Maaßen zu führenden AfD-Politikern wie Ex-Parteichefin Frauke Petry und Alexander Gauland.

SPD weist Maaßen-Vorwürfe als "irre" zurück

Derweil hat die SPD den Vorwurf von Maaßen zurückgewiesen, es gebe "linksradikale Kräfte" bei den Sozialdemokraten. Der Vorhalt sei "einigermaßen irre", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, im ZDF-"Morgenmagazin". "Dass der ehemalige Präsident so irre ist, hätte ich nicht gedacht", sagte Schneider. Darüber hinaus sagte Schneider, dass Seehofers Schritt richtig gewesen, allerdings zu spät gekommen sei. Ähnlich argumentieren viele Kommentatoren in den Medien. Lesen Sie hier das Presseecho zur Causa Maaßen.

fs