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Konversionstherapien: "Vor Gefahr schützen": Hessen macht sich für das Verbot der "Homo-Heilung" stark

Das Bundesland Hessen unterstützt eine Initiative, die Konversionstherapien verbieten soll. Die sogenannte "Homo-Heilung" kann nach Ansicht von Experten gesundheitsgefährdend sein. Ein entsprechender Antrag im Landtag wurde von der schwarz-grünen Regierungskoalition bereits angenommen. 

Ein schwules Paar hält Händchen.

Konversionstherapien sind in vielen Bundesländern nicht verboten. Dabei können diese Ansätze für Betroffene gesundheitsgefährdend sein.

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Der Landtag Hessens hat einen Antrag zum Verbot von Konversionstherapien als Bundesratsinitiative eingebracht. Dort heißt es: "Der Landtag betrachtet mit Sorge, dass auch in Deutschland nach wie vor sogenannte Konversionstherapien zur angeblichen 'Heilung' bzw. 'Umpolung' insbesondere homosexueller Personen angeboten werden." 

Am 12. April soll der entsprechende Antrag gemeinsam mit den Landesregierungen Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein in die Länderkammer eingebracht werden. Darüber berichtete unter anderem die Webseite "Queer.de". 

"Homosexualität in keiner Weise behandlungsbedürftig"

In der Debatte betonte Kai Klose, Staatsminister für Soziales: "Homosexualität ist weder eine Erkrankung noch eine Störung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig." Konversionstherapien seien nach Angaben von Experten sogar gesundheitsgefährdend.

 Der queerpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion sagte: "Insbesondere Minderjährige, die sich selbst noch gar nicht so recht sicher sind über ihre eigene sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität, müssen wir vor dieser Gefahr schützen." Auch für die FDP-Fraktion sei es höchste Zeit für ein Verbot der sogenannten "Homo-Heilung". Abgeordnete Wiebke Knell wird von "Queer.de" zitiert: "Der einzige Effekt solcher Versuche ist der, dass man bei den Betroffenen Unsicherheiten verstärkt, die bis zum Suizid führen können."

Quellen: hessen.de, queer.de

she