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Landtagswahl in Baden-Württemberg Harald Schmidt meldet sich in der ARD zu Wort – und sieht schwarz für die Grünen

Harald Schmidt wurde in Baden-Württemberg geboren
Harald Schmidt wuchs in Baden-Württemberg auf (Archivbild)
© Gerald Matzka / DPA
"Dirty Harry" war zurück. Der frühere Late-Night-Star bewertete in der ARD den Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg, seiner alten Heimat – und sparte nicht mit bissigen Kommentaren.

Rund zehn Jahre nach dem Aus seiner Late-Night-Show im Ersten Deutschen Fernsehen war er wieder einmal in der ARD zu sehen. Entertainer Harald Schmidt hat am Sonntagabend den Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg für die Wahlsondersendung bewertet – und das in gewohnt bissiger Manier.

Harald Schmidt stellt sich als Kretschmann-Fan dar

Der 63-Jährige präsentierte sich überzeichnet als glühender Verehrer des alten und neuen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. "Ich glaube, wenn man einen Schwarzwälder Schnitzer beauftragen würde, den idealen Baden-Württemberger zu schnitzen, dann käme Winfried Kretschmann raus", versuchte Schmidt den Erfolg des Grünen-Politikers zu erklären. "Er bringt alles mit, was sich die Baden-Württemberger:innen wünschen."

Vor der ersten Wahl Kretschmanns zum Ministerpräsidenten 2011 habe er es eigentlich für "verboten" gehalten, dass andere Parteien als die CDU den Regierungschef stellen, meinte Schmidt augenzwinkernd und spielte dabei auf die bis dahin jahrzehntelange Vormachtstellung der Christdemokraten im Ländle an.

Nun aber zeigte sich Schmidt geradezu euphorisch wegen des Wahlsiegs der Grünen dort. "Ich bin ja gar nicht wahlberechtigt in Baden-Württemberg, aber das kann an einem solchen Abend keine Rolle mehr spielen", so der Entertainer, der in Nürtingen aufwuchs, aber inzwischen in Köln lebt. "Heute sind wir alle Baden-Württemberger". Dies sei keine Frage des Wohnorts, sondern "des geistigen Zustands". Ministerpräsident Kretschmann stehe auf einer Stufe mit "Papa Heuss". Der gebürtige Baden-Württemberger Theodor Heuss war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik und genoss überaus hohes Ansehen in der Bevölkerung.

"Baden-Württembergs next CDU"

Doch Schmidt kann auch nach wie vor austeilen. CDU-Politiker Norbert Röttgen habe am Wahlabend wegen des Erfolges der Grünen auf ihn den Eindruck vermittelt, als zweifle er daran, dass die Union überhaupt noch mit einem Kanzlerkandidaten zur Bundestagswahl antreten sollte, lästerte der einstige Late-Night-Star.

Und auch die Grünen bekamen von Schmidt noch etwas mit. Wer denn in der Zukunft auf den 72-jährigen grünen Ministerpräsidenten folgen könnte, fragte Wahlsendungs-Moderator Fritz Frey. Schmidts Antwort: "Ich glaube, wenn Winfried Kretschmann in den Ruhestand gehen sollte, wird die Partei der Grünen den langen, bitteren, steinigen Weg der ehemaligen großen Regierungspartei antreten", zeichnete er ein düsteres Bild. "Das ist sozusagen Baden-Württembergs next CDU."

"Dirty Harry" war zurück in der ARD – wenn auch nur für knapp vier Minuten.

wue

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