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Mindestlohn Seehofer wehrt sich gegen dauerhafte Ausnahmen


Die Einführung eines Mindestlohnes ruft noch immer Kritiker auf den Plan. Doch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer spricht sich gegen dauerhafte Ausnahmen vom Mindestlohn aus.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hält die derzeit diskutierten Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn allenfalls übergangsweise für möglich. "Auf Dauer soll der Mindestlohn dann für alle gelten", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der Fernsehsendung "RTL aktuell". Jetzt gehe es um Übergangszeiten bis 2017 etwa für Erntehelfer, für Beschäftigte in der Gastronomie und für Zeitungsausträger. "Aber da geht es nicht um eine dauerhafte Regelung, sondern nur um eine Übergangsregelung bis 2017."

Mindestlohn-Kritiker in der Unionsfraktion hatten zuvor weiter gegen den Gesetzentwurf zum Mindestlohn mobil gemacht und deutlich mehr Ausnahmen gefordert. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bekräftigte in der "Welt am Sonntag" aber: "Ab 1. Januar 2017 gilt für alle Branchen und für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Mindestlohn von 8,50 Euro." Seehofer sagte dazu: "Sie hat sicher recht, das haben wir auch vereinbart, dass ab 2017 der Mindestlohn für alle gelten soll."


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