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NRW-Landtagswahlen: Norbert Röttgen wird zum Gespött im Netz

"Bedauerlicherweise entscheidet der Wähler" - ein Satz mit Folgen: Die Netzgemeinde macht sich in sozialen Netzwerken kräftig über NRW-Spitzenkandidat Norbert Röttgen lustig.

Von Björn Maatz

Im Internet ergießen sich derzeit Hohn und Spott über den CDU-Spitzenkandidaten: Eine Facebook-Seite namens "Wir haben die Kraft - 2012" - in Anspielung an den Nachnamen der SPD-Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen - zeigt Norbert Röttgen in einer Fotomontage am Strand von Rio. Dort soll er im Juni in seiner Funktion als Umweltminister an der Uno-Umweltkonferenz teilnehmen - und wenn es nach SPD-Anhängern geht, gleich da bleiben.

Auf seiner eigenen Facebook-Seite nutzen die User die Kommentarfunktion unter einem Phoenix-Interview mit Röttgen aus: "Ich werde Sie auch nicht wählen (bedauerlicherweise)", schreibt User Michael Düsseldorf. "Wer so rumeiert und sich nicht zu NRW bekennt und sich Berlin immer noch offen hält, ist nicht der richtige für unser Land", findet Jens Heythausen. "Auch ich als CDU-Mitglied kann diesen Spitzenkandidaten nicht unterstützen, leider. Kein Bekenntnis zum Land, kein überzeugendes Wahlkampfthema, kein gar nichts", schreibt User Christopher Volke.

Röttgen hat weniger Fans als Kraft-Unterstützer

Pro-Röttgen-Kommentare tauchen nur vereinzelt auf: "Wenn Euch Frau Kraftlos lieber ist, dann sind Euch Arbeitslosigkeit, Armut und Mangel an Kitas und Kindergartenplätzen anscheinend lieber", sagt Bernd Hesse. Der Röttgen-Anhänger wird aber sofort von anderen Kommentatoren angegriffen und unter anderem darum gebeten, seinen CDU-Mitgliedausweis zu posten. Die offizielle Röttgen-Facebook-Seite hat derzeit rund 4000 Fans. Damit hat sie ein paar Dutzend Anhänger weniger als die nicht offiziell von der NRW-SPD unterstützte Facebook-Seite "Wir haben die Kraft - 2012".

Auch auf Twitter machen sich die User lustig. "Röttgen ein Mikro in die Hand zu drücken ist der beste Wahlkampf für die Piraten", kommentiert @Ekynos. "Kommt der Kleine in die Kita?", fragt @Fison. "'Bedauerlicherweise' gibt es keine einfache Möglichkeit, einen Politiker zu einer Umschulung anzumelden", konstatiert @ravennce.

FTD