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Razzia: Fahnder nehmen Terrorhelfer fest

Sie sollen über die Internet-Seiten für die Unterstützung des Terrornetzes al-Qaida geworben haben, nun wurden zwei deutsche Staatsbürger als mutmaßliche Terrorhelfer festgenommen. Sie sind nicht die einzigen Verdächtigen, die durch Razzien in mehreren Bundesländern ermittelt wurden.

Bei Razzien in mehreren Bundesländern haben Fahnder am Dienstag zwei deutsche Terrorverdächtige festgenommen. Der 26-jährige Daniel P. und der 23-jährigen Harun Can A. seien unter anderem dringend verdächtig, für mehrere deutschsprachige Internetseiten mit der Bezeichnung "Globale Islamische Medienfront" (GIMF) verantwortlich zu sein. Sie sollen dadurch die terroristischen Vereinigungen al-Kaida, "Al-Kaida im Zweistromland" sowie Ansar al-Islam unterstützt und um Mitglieder oder Sympathisanten geworben zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Daniel P. wurde im baden-württembergischen Biberach an der Riß und Harun Can A. im ostwestfälischen Schlangen festgenommen. Ein weiterer Haftbefehl richtet sich gegen den 19 Jahre alten Deutschen Irfan P., der sich bereits in einer anderen Sache in Untersuchungshaft befindet. Außerdem wird gegen fünf weitere Beschuldigte ermittelt. Razzien wurden in Gebäuden in Augsburg, Biberach, Laupheim, Lohmar, Weiden in der Oberpfalz, Schlangen, Düsseldorf sowie in einem Vereinsheim in Bremen durchgeführt.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, auf den Internetseiten der deutschsprachigen "GIMF" Videofilme, Botschaften und anderes Propagandamaterial mehrerer terroristischer Vereinigungen veröffentlicht sowie über Links zugänglich gemacht zu haben. Dies sollte "der Mobilisierung weiterer Sympathisanten und der Einschüchterung der westlichen Bevölkerung dienen", schrieb die Bundesanwaltschaft.

Verräterische Videobotschaften

Die deutschsprachige "GIMF" war laut der Mitteilung durch die bislang zweimalige Veröffentlichung von selbst erstellten Videobotschaften in deutscher Sprache in den öffentlichen Fokus gerückt. Darin seien die Regierungen von Deutschland und Österreich zum Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan aufgefordert worden.

Der Beschuldigte Daniel P. soll die ausländischen terroristischen Vereinigungen unterstützt haben, indem er in der Zeit von November 2006 bis November 2007 in insgesamt achtzehn Fällen auf den Internetseiten der "Globalen Islamischen Medienfront" Propagandamaterial dieser Vereinigungen weiterverbreitete, das auf die Einschüchterung und Demoralisierung des Gegners abzielte. Dem Beschuldigten Irfan P. wird dies in zehn, dem Beschuldigten Harun Can A. in vier Fällen zur Last gelegt. Daniel P. und Harun Can A. sollen an diesem Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

AP / AP