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Sondierungsgespräche in Hessen CDU und Grüne beraten über mögliche Zusammenarbeit


Zwei Wochen nach der Landtagswahl in Hessen setzen die Parteien ihre Sondierung fort. Union und Grüne wollen über eine eventuelle Koalition sprechen. Diese könnte Einfluss auf Gespräche im Bund haben.

Führende CDU-Politiker haben sich am Montag offen für eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene gezeigt. "Von uns ist das ernst gemeint", sagte der stellvertretende CDU-Chef, Volker Bouffier, am Montag vor dem CDU-Präsidium mit Blick auf die Sondierung am Donnerstag. Ähnlich äußerte sich EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU). "Man sollte glaubwürdig und ernsthaft beide Optionen prüfen. Ich halte beide für nicht unmöglich", sagte das CDU-Präsidiumsmitglied mit Blick auf die Sondierung der Union mit SPD und Grünen.

Bouffier wies darauf hin, dass er an diesem Montagabend auch in Hessen Sondierungsgespräche mit Grünen-Chef Tarek Al-Wazir auf Landesebene führen werde. Auf Bundesebene hatten CDU und CSU vergangenen Donnerstag erstmals mit der SPD sondiert und ein Gespräch mit den Grünen für Donnerstag verabredet. Am kommenden Montag ist dann eine zweite Sondierungsrunde mit der SPD geplant. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hatte ebenfalls betont, dass die Verhandlungen mit den Grünen ergebnisoffen geführt würden.

Oettinger warnte vor Schnellschüssen bei der Koalitionsbildung. Es brauche zwei Wochen, bis man die Sondierungen mit SPD und Grünen ausgewertet habe. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sagte, nun seien "vor allem Geduld und Zeit" gefragt. Hessens Regierungschef Bouffier sagte, die Union stelle sich in jedem Fall auf Kompromisse ein, weil sie einen Partner zum Regieren brauche. Aber nun erwarte er von SPD und Grünen, dass auch sie sagten, wo sie Abstriche von ihren Wahlprogrammen vornehmen könnten.

jat/DPA/Reuters DPA Reuters

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