SPD-Fraktionschef Peter Struck will aufhören


Peter Struck will bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2009 nicht mehr für die Sozialdemokraten kandidieren. Nachfolger des 65-Jährigen auf dem Chefsessel der SPD-Fraktion könnte der bisherige Umweltminister Sigmar Gabriel werden.

Er werde sich im Herbst kommenden Jahres aus der Bundespolitik zurückziehen und stehe deshalb nicht erneut für ein Parlamentsmandat zur Verfügung, teilte Struck in einem Schreiben an seinen SPD-Unterbezirk Celle/Uelzen (Niedersachsen) mit.

Darin bekräftigte der 65-Jährige, dass er bis zur Neuwahl des Bundestages Abgeordneter sowie SPD-Fraktionsvorsitzender bleiben werde. Diese Aufgabe werde er "in gewohnter Weise und gerne" weiter erfüllen. Bis 2009 wolle er auch als Vorsitzender der Föderalismuskommission II dabei mithelfen, die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern neu zu regeln.

Struck, der seit 1980 dem Bundestag angehört, teilte weiter mit, dass er den Entschluss zum Aufhören gemeinsam mit seiner Familie getroffen habe. Er gebe dies nun jetzt schon bekannt, damit seine Nachfolge im Wahlkreis frühzeitig geklärt werden könnte.

Von Schlaganfall erholt

Struck hat den Bundestagswahlkreis Celle/Uelzen seit 1998 dreimal direkt gewonnen. Er ist seit November 2005 zum zweiten Mal Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Dieses Amt hatte er bereits von 1998 bis 2002 inne. Danach war er knapp drei Jahre Verteidigungsminister. In dieser Zeit erlitt Struck einen Schlaganfall, von dem er sich aber wieder erholte. Wer 2009 neuer SPD-Fraktionschef wird, ist noch offen. Als ein Nachfolger im Gespräch ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der ebenfalls aus Niedersachsen stammt.

Am Wochenende hatte bereits Fraktionsvize Ludwig Stiegler seinen Verzicht auf eine neue Bundestagskandidatur für 2009 mitgeteilt. Auch der frühere Finanzminister Hans Eichel tritt nicht wieder an.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker