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stern-RTL-Wahltrend SPD stürzt auf schlechtesten Wert seit der Wahl

Für das Image der Union sind die Koalitionsverhandlungen positiv. Ganz anders liegt der Fall bei der SPD: Mehr Menschen wenden sich von den Sozialdemokraten ab. Forsa-Chef Güllner sagt, warum.

Kurz vor Abschluss der Koalitionsgespräche zwischen Union und SPD hat sich der Abstand zwischen beiden Partnern in der Sympathie der Wähler leicht vergrößert. Im stern-RTL-Wahltrend klettert die Union im Vergleich zur Vorwoche um 1 Punkt auf 42 Prozent. Die SPD fällt um 1 Punkt auf 23 Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert seit der Bundestagswahl vom 22. September, bei der sie auf 25,7 Prozent kam. Etwas schwächer sind auch die Grünen, die um 1 Punkt auf 9 Prozent sinken. Die Linke erzielt erneut 10 Prozent.

Der nicht mehr im Bundestag vertretenen FDP wollen derzeit 3 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, 1 Punkt weniger als in der Woche zuvor. Die AfD erreicht unverändert 5 Prozent. Auf sonstige kleinere Parteien entfallen insgesamt 8 Prozent (plus 2). Unter ihnen sind mit 3 Prozent die Piraten vertreten, die am Wochenende ihren Bundesparteitag in Bremen abhalten.

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SPD verschreckt ihre Klientel

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, die Union verkörpere in den Augen vieler Bürger nach wie vor Stabilität und Sicherheit. Die SPD dagegen verschrecke ihre Sympathisanten durch das Gezerre um die Frage, ob die Basis nun die Große Koalition will oder nicht. Ihre Anhänger seien irritiert, dass auf dem Leipziger Parteitag die Führung abgestraft wurde, die mit der Union verhandelt. Die meisten SPD-Wähler hätten die Hoffnung, dass nach dem Ausscheiden der ungeliebten FDP das Land von SPD-Ministern besser regiert werde.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 8. und 12. November 2013 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Matthias Weber print

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