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"Hart aber fair": Student stellt Alice Weidel zur Rede - AfD-Frau gerät ins Schlingern

Bei "Hart aber fair" wurde die Frage diskutiert: "Was muss sich ändern bei Sicherheit und Zuwanderung?" Die entscheidende Frage stellte aber ein junger Student mit Migrationshintergrund - an AfD-Spitzekandidatin Alice Weidel .

Dass es bei einem Plasberg-Talk zu den Themen Sicherheit und Zuwanderung zu heftigen Schlagabtäuschen kommen würde, war abzusehen - nicht zuletzt durch die alles andere als konfliktscheuen Gäste. Daher war es auch keine Überraschung, dass sich die -Spitzenkandidatin Alice Weidel sehr viel Kritik aus der Runde anhören musste. So viel vorweg: Die "Hart aber fair"-Sendung hat sie nicht frühzeitig verlassen, anders als neulich im ZDF.

Dabei ist die Spitzenkandidatin der AfD mächtig ins Schlingern geraten. Nicht wegen Moderator Frank Plasberg. An den politischen Gegenspielern, darunter etwa Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) und Grünen-Chef , hat es auch nicht gelegen. Sondern wegen Omid Saleh, einem jungen Studenten mit Migrationshintergrund. Der 22-Jährige iranischer Abstammung war ebenfalls zu Gast in der Sendung. Und stellte an diesem Abend die entscheidende Frage.

Alice Weidel um Antwort bemüht

Seinen Auftritt im Plasberg-Talk hat Saleh wohl seiner Wortmeldung in der ARD-"Wahlarena" mit   zu verdanken. Vor rund einer Woche fragte er die Bundeskanzlerin, was sie gegen Rassismus und Ausgrenzung unternehmen möchte. Der 22-Jährige wurde sozusagen damit abgespeist, dass er "eine Menge Mut" bewiesen habe.

Also legte er sein Anliegen bei "Hart aber fair" noch einmal dar. Schilderte erneut die Szene, wie er an einer Bushaltestelle gefragt wurde, ob er "ein Terrorist oder Mörder" sei. Nannte die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung "ein bisschen chaotisch". Und fand für den Alltagsrassismus einen Grund: "Durch eine Partei wie die AfD, die eine Rhetorik benutzt, die Leute heiß macht, ihre Probleme auf Ausländer zu schieben." Anschließend richtete er eine Frage an die AfD-Spitzenkandidatin : "Was wollen Sie tun, damit ich mich nicht ausgeschlossen fühle?"

Weidels Antwort dürfte für den 22-jährigen Studenten kaum befriedigender ausgefallen sein als die von Angela Merkel. Aber mindestens unsouveräner: Saleh sei das "Opfer einer verkorksten Warnehmung", so Weidel, für die aber die "verkorkste Flüchtlingspolitik" verantwortlich sei. Auch sie fürchte eine "Spaltung der Gesellschaft". Dass eine Partei wie die AfD dafür mitverantwortlich sein könnte - Grünen-Chef Özdemir verwies auf Ko-Spitzenkandidat Alexander Gauland, der die SPD-Politikerin Aydan Özuguz "entsorgen" will - lächelt Weidel unaufgeregt weg. Auch bei " " distanziert sie sich nicht von der Aussage ihres Parteikollegen.