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Stuttgart 21-Schlichtung: Geißler eröffnet achte Gesprächsrunde

Der letzte Faktenaustausch hat begonnen: Bei der achten Sitzung der Stuttgart 21-Schlichtungsgespräche werden die Ausstiegskosten im Falle eines Baustopps thematisiert. Am Dienstag will Schlichter Heiner Geißler seinen Schiedsspruch verkünden.

Die 14 Teilnehmer der "Stuttgart 21"-Schlichtung sind am Samstag zu ihrer voraussichtlich vorletzten Sitzung im Stuttgarter Rathaus zusammengekommen. In der Sitzung sollte neben den Ausstiegskosten im Falle eines Stopps von "Stuttgart 21" erneut das Betriebskonzept des umgebauten Bahnhofs debattiert werden. Auch der Bauablauf und noch offene geologische Fragestellungen könnten erörtert werden.

Schlichter Heiner Geißler sagte zu Beginn, dass die Sitzung die letzte sei, in der Fakten ausgetauscht würden. Am kommenden Dienstag (30. November) in der Abschlusssitzung will er seinen Schiedsspruch verkünden. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" bezeichnete er einen Volksentscheid über das Projekt, auf den viele Gegner gehofft hatten, als "unrealistisch".

Gegen "Stuttgart 21" wird seit Monaten heftig protestiert. Bei dem Projekt soll der Stuttgarter Hauptbahnhof für mehr als vier Milliarden Euro von einem Kopf- in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Die Schlichtung war angeregt worden, nachdem bei einem Polizeieinsatz zur Einrichtung einer Baustelle für "Stuttgart 21" über hundert Menschen verletzt worden waren.

Am Samstag wollten mehr als 40 Widerstandsgruppen im Mittleren Schlossgarten von Stuttgart erneut gegen das Bahnprojekt demonstrieren.

DAPD / dapd