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Terrorverdacht Haftbefehl gegen Islamisten aus Wolfsburg


In Wolfsburg wurde gestern ein junger Mann als Terrorverdächtiger festgenommen. Der Bundesgerichtshof hat nun Haftbefehl gegen den Deutsch-Tunesier erlassen: Er soll sich dem IS angeschlossen haben.

Gegen den in Wolfsburg unter Terrorverdacht festgenommenen Syrien-Heimkehrer hat der Bundesgerichtshof Haftbefehl erlassen. Der 26-Jährige hat sich laut der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe den Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen.

Der Deutsch-Tunesier soll den Angaben zufolge während eines knapp dreimonatigen Aufenthalts in Syrien zwischen Ende Mai und Mitte August 2014 als Kämpfer ausgebildet worden sein. Die Wohnung des Mannes wurde durchsucht. Anhaltspunkte für geplante Anschläge in Deutschland gab es nicht.

In Niedersachsen ermitteln die Sicherheitsbehörden gegen mehr als ein Dutzend Islamisten, die nach Syrien aufgebrochen sind.

Auch in Berlin Terrorverdächtige festgenommen

Auch in Berlin hat die Polizei bei einem Großeinsatz gegen gewaltbereite Islamisten zwei Terrorverdächtige festgenommen. Die beiden Türken sollen laut Staatsanwaltschaft den IS unterstützt und eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Syrien vorbereitet haben. Für Anschlagspläne in Deutschland gebe es keine Anhaltspunkte, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Und: "Es gibt keinen Zusammenhang mit den Anschlägen in Frankreich."

Die 41 und 43 Jahre alten Verdächtigen waren nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Kern einer Logistikzelle für terroristische Aktivitäten. Sie sollen Kämpfer rekrutiert haben, fanatisiert und bei der Ausreise nach Syrien unterstützt haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Dabei soll die Gruppe, zu der drei weitere Männer mit "untergeordneter Tatbeteiligung" gerechnet werden, auch Nachtsichtgeräte, Geld und Flugtickets besorgt haben. Die anderen drei Verdächtigen, ebenfalls in Berlin lebende Türken, blieben auf freiem Fuß.

Bei dem Einsatz wurden am Freitagmorgen elf Wohnungen durchsucht. 250 Beamte, darunter drei Spezialeinsatzkommandos waren dabei. Einer der Verhafteten, Ismet D. (41), wollte laut Polizei unmittelbar ausreisen, vermutlich ins türkisch-syrische Grenzgebiet. Bei den Durchsuchungen seien Flugtickets für die Türkei beschlagnahmt worden.

jen/DPA DPA

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