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Anti-Terror-Razzia Schlimmer Verdacht: Hat ein Polizist Erschießungen von Linken geplant?

Bei der Razzia wegen Terrorverdachts kamen auch Beamte einer Spezialeinheit der Bundespolizei zum Einsatz
Bei der Razzia wegen Terrorverdachts kamen in Banzkow in Mecklenburg-Vorpommern auch Beamte einer Spezialeinheit der Bundespolizei zum Einsatz
© Jens Büttner/DPA
Zwei Terrorverdächtige sollen für den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung geplant und eine Todesliste mit Linken angelegt haben - die Bundesanwaltschaft hat jetzt ihre Arbeitsräume in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Unter ihnen ist ein Polizeibeamter.

Wegen Terrorverdachts sind am Montag in Mecklenburg-Vorpommern Arbeits- und Geschäftsräume von zwei Verdächtigen durchsucht worden. Die beiden Männer, darunter ein Polizist, sollen geplant haben, Vertreter des linken Spektrums zu töten, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Dazu sollen sie eine Liste mit Namen angelegt haben.

Der verdächtigte Polizist sei Beamter bei der Polizeiinspektion Ludwigslust, teilte das Innenministerium in Schwerin ergänzend mit. Gegen ihn seien gleichzeitig disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, es handele sich um einen Anfangsverdacht. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht. Festnahmen gab es bislang nicht.

Terrorverdächtige rechtem Spektrum zugeordnet

Den Ermittlern zufolge befürchteten die Verdächtigen als Folge der aus ihrer Sicht verfehlten Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik eine Zunahme von Anschlägen bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Als Folge dieser Politik sollen sie "eine Verarmung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie eine Zunahme von Anschlägen und sonstigen Straftaten bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung befürchtet haben". Für diesen Fall sollen sie sich bereits mit Lebensmitteln sowie mit Munition für ihre legal beschafften Waffen eingedeckt haben, mit denen sie geplant hätten, Linke zu töten. Die Verdächtigen werden dem rechten Spektrum zugeordnet.

Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums fanden Durchsuchungen auch bei Personen statt, die als nicht tatverdächtige Dritte geführt werden. Darunter befinde sich auch ein weiterer Polizeibeamter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Laut Bundesanwaltschaft wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Die Durchsuchungen dienten dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren.

Die "Schweriner Volkszeitung" berichtet, dass die Bundesbehörden wohl bewusst darauf verzichtet hätten, lokale Polizeikräfte einzubeziehen. Grund seien mögliche undichte Stellen in den Reihen der Rostocker Polizei.

wue DPA AFP

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